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Gegenoffensive der Ukraine: Russische Truppen in „bestimmten Gebieten“ zum Abzug gezwungen

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Von: Nail Akkoyun

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Im Ukraine-Krieg gerät Russland aufgrund einer Gegenoffensive in Schwierigkeiten: ganze Truppen müssen aus dem Donbass nach Cherson versetzt werden.

Moskau/Cherson – Wie John Kirby, Sprecher des US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrats, am Montag (29. August) berichtete, sei Russland dazu gezwungen „bestimmte Einheiten“ aus wichtigen Teilen der Ukraine abzuziehen. Ansonsten stünden nicht genügend Streitkräfte für den Kampf gegen die ukrainische Gegenoffensive in Cherson zur Verfügung, hieß es weiter.

Die Ukraine hatte am Montag in der Hafenstadt zum Gegenschlag ausgeholt und hofft nun, die Kontrolle über die Hafenstadt zurückzuerlangen. Cherson ist die erste Großstadt, die Moskau nach Kriegsausbruch besetzen konnte – doch laut Kirby geraten die russischen Truppen schon jetzt in Schwierigkeiten.

Ukrainische Streitkräfte an einem Checkpoint nahe der Hafenstadt Cherson. (Archivfoto)
Ukrainische Streitkräfte an einem Checkpoint nahe der Hafenstadt Cherson. (Archivfoto) © AFP

„Unabhängig von der Größe, dem Ausmaß und dem Umfang dieser Gegenoffensive, über die heute gesprochen wurde, hat sie bereits Auswirkungen auf die russischen militärischen Fähigkeiten gehabt, weil die Russen Ressourcen aus dem Osten abziehen mussten, einfach aufgrund von Berichten, dass die Ukrainer im Süden mehr in die Offensive gehen könnten“, sagte Kirby dem US-Nachrichtensender CNN.

Ukraine-Krieg: Russland will Militär aufstocken – Soldaten sollen Dienstzeit verlängern

Insbesondere aus dem Donbass soll der Kreml Truppen abgezogen haben, um sich für den ukrainischen Angriff im Süden des Landes wappnen zu können: „Sie mussten einige Einheiten aus bestimmten Gebieten im Osten des Donbass abziehen, um auf die ihrer Meinung nach drohende Gegenoffensive zu reagieren“, sagte John Kirby.

Unterdessen setzt Wladimir Putin schon seit geraumer Zeit auf eine schnellere Mobilisierung von Streitkräften für den Ukraine-Krieg. Moskau versuche nun nicht nur, „die Zahl der Leute, die sie innerhalb Russlands rekrutieren, zu erhöhen“, sondern auch, Soldaten dazu zu bewegen, ihren Dienst nach Ablauf ihrer Dienstzeit fortzusetzen.

Am Wochenende ordnete Putin die Aufstockung der Streitkräfte um 137.000 Mann an, womit die Gesamtzahl der Soldaten auf schätzungsweise 1,15 Millionen steigen würde. Wie Newsweek berichtet, soll die Maßnahme jedoch erst am 1. Januar in Kraft treten und sich größtenteils auf Freiwillige stützen. (nak)

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