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Eigene Reserven erschöpft: Russland will belarussische Rüstungsreserven ausbeuten

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Militärexperten berichten, dass Russland auf Rüstungsreserven von Belarus zurückgreifen muss. Grund dafür sind die schweren Verluste im Ukraine-Krieg.

Moskau ‒ Um den Angriffskrieg auf die Ukraine fortführen zu können, greift Russland auf Rüstungsreserven des Verbündeten Belarus zurück. Dies berichteten Militärexperten des Institute for the Study of War (ISW) am Dienstag (31. Mai). Davor hatte auch der ukrainische Generalstab schon davon berichtet, dass belarussische Streitkräfte Panzer aus Belarus für den Ukraine-Krieg nach Russland brachten. Dabei soll es sich um belarussische Lagerbestände handeln.

ISW zufolge sind die eigenen Rüstungsreserven Russlands weitgehend aufgebraucht, weshalb man jetzt diesen Schritt gehe. In dem Krieg habe es teilweise herbe Verluste gegeben, die man nun mit der Hilfe der belarussischen Reserven ausgleichen wolle, so die Militärexperten. Es ist nicht die erste Maßnahme, die Russlands Verluste verdeutlicht. Britische Regierungsexperten hatten zuletzt berichtet, dass Russland veraltete Geräte einsetze. So seien 50 Jahre alte Panzer einsatzbereit gemacht worden.

Ukraine-Krieg: Belarus ist Verbündeter Russlands

Dass Russland nun Hilfe vom Nachbarland bekommt, ist mit der engen Verbindung der beiden Regierungschefs zu erklären. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko wird sich laut eigenen Angaben nicht an der russischen Invasion durch eigene Truppen beteiligen, gilt jedoch als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der russische Angriff ging auch von belarussischem Boden aus. Auch deshalb sind einige der Sanktionen seitens der EU und der USA auch gegen Belarus gültig.

Nachdem Russland einige Verluste machte, sollen jetzt belarussische Rüstungsreserven genutzt werden.
Nachdem Russland einige Verluste machte, sollen jetzt belarussische Rüstungsreserven genutzt werden. © Michael Brochstein/dpa

Die Sanktionen zeigen nach US-Informationen auch in Russland Wirkung und führen zu starken finanziellen Verlusten. Neben den finanziellen Verlusten und denen der Rüstungsreserven, sind nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf Fachleute schon 15.000 russische Soldaten im Krieg umgekommen und 25.000 weitere nicht mehr kampfbereit, unter anderem weil sie verwundet wurden. Nach Informationen des ukrainischen Generalstabs starben sogar schon 30.150 Soldaten. (jo)

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