1. Startseite
  2. Politik

Große Verluste für Russland: Gruppe „Wagner“ schwer gebeutelt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Caspar Felix Hoffmann, Nadja Austel, Christian Weihrauch, Stefan Krieger, Andreas Apetz, Lucas Maier

Kommentare

Im Ukraine-Krieg muss Russland weiterhin herbe Verluste hinnehmen. Die Gruppe „Wagner“ bildet dabei keine Ausnahme. Der Newsticker.

Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Die neuesten Entwicklungen zu den russischen Verlusten im Ukraine-Krieg entnhemen Sie bitte unserem neuen News-Ticker.

+++20.09 Uhr: Russland muss im Ukraine-Krieg weiterhin herbe Verluste hinnehmen. Vor allem die berüchtigten Wagner-Söldner sind schwer gebeutelt. Die ukrainische Armee habe 77 Prozent der von der Gruppe „Wagner“ in russischen Gefängnissen rekrutierten Häftlinge außer Gefecht gesetzt. Das schreibt der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak auf Twitter.

Demnach seien von 38.244 Menschen 29.543 von die ukrainischen Streitkräfte getötet, verwundet oder gefangen genommen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ein Söldner der Wagner-Gruppe trägt eine Artilleriegranate.
Ein Söldner der Wagner-Gruppe trägt eine Artilleriegranate. © Viktor Antonyuk/Imago

Weitere Verluste für Russland: Explosion auf russischem Stützpunkt

+++ 15.40 Uhr: Laut russischen Medienberichten hat sich auf dem Gelände einer Militäreinheit in der Region Belgorod unweit der Ukraine eine Explosion ereignet. Wie der Fernsehsender Ren Tv berichtet, hat ein Oberfeldwebel im Dorf Tonenkoje eine Granate aktiviert. 

Die Detonation brachte demnach Munition zur Explosion, die im Gebäude gelagert wurde. Die Fläche des Brandes betrug 450 Quadratmeter. Der gut vernetzte Telegram-Kanal Baza berichtet, dass drei Soldaten getötet und mindestens zehn weitere verletzt wurden. Die staatliche Nachrichtenagentur Tass spricht von zehn verletzten.

Ukraine: Verluste für Russland – Luftabwehr schießt fünf Kamikaze-Drohnen ab

+++ 12.55 Uhr: Die Luftabwehreinheit hat nach Angaben der ukrainischen Landstreitkräfte fünf russische Kamikaze-Drohnen nahe der Frontlinie abgeschossen. Das Militär erklärte laut Kyiv Independent, die russischen Truppen hätten versucht, ukrainische Stellungen im Osten des Landes anzugreifen, seien aber gescheitert. Gleichwohl bestehe die Gefahr neuer Drohnenangriffe in diesem Gebiet weiterhin.

„Sie sind immer noch auf Lager. Da es einen Sturm am Meer gibt, ist der böige Wind ein Hindernis für ihre Arbeit. Jetzt hat sich das Wetter beruhigt, sodass die Russen davon profitieren können“, sagte der Sprecher der Operation dem staatlichen Fernsehen. Russland hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs seit dem 24. Februar 1872 taktische Drohnen in der Ukraine verloren.

Ukraine-Krieg: Kisten mit Munition und Medikamenten stehen in einer orthodoxen Kirche, die von den russischen Streitkräften als Militärkrankenhaus genutzt wurde.
Ukraine: Weitere Verluste für Russland – Der ukrainische Generalstab gibt neue Zahlen bekannt © Evgeniy Maloletka/ dpa

Ukraine: Russland hat mehr als 115.000 Soldaten verloren

+++ 9.25 Uhr: In seinem Lagebericht vom 15. Januar teilt der ukrainische Generalstab Russlands Verluste bis zum heutigen Tage im Krieg mit. Neben 115.290 russische Soldatinnen und Soldaten, haben ukrainische Raketen- und Artilleriekräfte laut dem Update außerdem zwei russische Kontrollzentren, neun temporäre Stützpunkte russischer Truppen, ein Munitionsdepot und ein System zur elektronischen Kriegsführung getroffen. Alle Zahlen im Überblick:

Update vom Sonntag, 15. Januar, 06.36 Uhr: Die Gefechte in der Ukraine gehen weiter. Am Vormittag werden die Berichte des Verteidigungsministeriums erwartet. Aus diesen geht hervor, wie viele Einheiten Russland bislang im Krieg verloren hat.

Trotz neuer Rekruten: Russische Brigade bei nur 40 Prozent Personalstärke

+++ 21.15 Uhr: Laut dem abendlichen Bericht des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte erleiden die russischen Angreifer weiterhin jeden Tag erhebliche Personalverluste. Das führe zu spürbaren Ergebnissen. Die Personalstärke einer Schützenbrigade des 1. Armeekorps im Gebiet Donezk etwa liege bei nur bis zu 40 Prozent, obwohl die Einheit kürzlich mit Wehrpflichtigen und Vertragssoldaten aufgefüllt worden sei. Es sei zudem bezeichnend, dass das Personal den Standort nicht verlassen dürfe. Die russischen Streitkräfte würden so verhindern wollen, dass ihre Soldaten desertieren.

Im Laufe des Tages habe die ukrainische Luftwaffe fünf Angriffe auf Gruppen von russischem Militär durchgeführt. Die Raketentruppen und Artillerieeinheiten nahmen außerdem fünf weitere Militärtrupps und ein russisches Munitionslager ins Visier, so der Generalstabsbericht.

Ukraine-Krieg - Russland
Die russischen Angreifer erleiden weiterhin jeden Tag erhebliche Personalverluste. (Archivbild) © Ivan Vysochinsky/dpa

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Luftwaffe verhindert Raketenangriffe aus Schwarzem Meer

+++ 20.10 Uhr: Wie das Luftwaffenkommando der ukrainischen Streitkräfte mitteilt, konnte die ukrainische Luftabwehr am heutigen Samstag 25 von 38 abgefeuerten russischen Raketen zerstören. Darunter befanden sich demnach 18 luft- und seegestützte Marschflugkörper, sowie sieben luftgelenkte Raketen.

Russische Streitkräfte feuerten die Marschflugkörper laut Angaben der ukrainischen Luftwaffe von acht strategischen Tu-95MS-Bombern aus dem Kaspischen Meer und Kalibr-Raketen von Überwasserschiffen und U-Booten aus dem Schwarzen Meer ab. Die russischen Besatzungstruppen hatten bei dem massiven Raketenangriff wichtige Infrastrukturziele der Ukraine im Visier, so die Meldung weiter.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Ukrainische Kamikaze-Drohne zerstört russischen Panzer

+++ 17.10 Uhr: Wie der Sicherheitsdienst der Ukraine via Telegram mitteilt, setzte eine seiner Spezialeinheiten eine Kamikaze-Drohne zur „Demobilisierung“ von russischen Streitkräften ein. Demnach feuerten die Offiziere des Sondereinsatzzentrums A erfolgreich auf einen russischen Schützenpanzer und dessen Besatzung.

„Der Angriff der Kamikaze-Drohne zerstörte den feindlichen Schützenpanzer und seine Besatzung, die in der Nähe rauchte“, so der Sicherheitsdienst in seiner Mitteilung. Der Angriff habe sich „an einer der härtesten Fronten“ ereignet.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Russland löst Kriegsflotte wegen „spezifischer Bedrohung“ auf

+++ 12.10 Uhr: Laut dem neusten Geheimdienstbericht des britischen Verteidigungsministeriums vom Samstagmorgen soll die russische Marine mindesten zehn Schiffe seiner Schwarzmeerflotte aus dem Stützpunkt Noworossijsk zurückgezogen haben. Die Kriegsschiffe sollen am 11. Januar abgezogen worden sein.

„Angesichts des Typs und der Anzahl der Schiffe, die gleichzeitig in See stachen, handelt es sich wahrscheinlich um eine Flottenauflösung als Reaktion auf eine spezifische Bedrohung von Noworossijsk, die Russland erkannt zu haben glaubt“, heißt es im Bericht des Verteidigungsministeriums. Es bestünde außerdem nicht die Annahme, dass die Verlegung eine Vorbereitung für einen Angriff von See aus sei. Auch sei es „höchst unwahrscheinlich“, dass sich die Flotte auf amphibische Angriffe vorbereite.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Russland scheitert bei Angriffen – Ukraine wehrt Offensive ab

+++ 10.55 Uhr: Wie der ukrainische Generalstab in einem Bericht vom Samstag mitteilte, haben russische Streitkräfte vergeblich versucht an mehreren Stellungen im Osten der Ukraine Land zu gewinnen. Alle offensiven Versuche des Vordringens wurden jedoch durch die Streitkräfte der Ukraine verhindert. An insgesamt 14 Siedlungen in den Regionen Donezk und Luhansk sei das russische Militär zurückgeschlagen worden. Die schwersten Angriffe habe es um die Stadt Bachmut gegeben.

Laut dem ukrainischen Generalstab wehrten die Verteidigungskräfte feindliche Angriffe in Ploschtschanka, Bilohoriwka und Tscherwonopopiwka in der Region Luhansk sowie in Rozdoliwka, Sil, Krasna Hora, Bachmut, Klischtschiwka, Wodiane, Kreminna, Pobieda, Maiorsk, Marinka und Welyka Nowosilka in der Region Donezk ab.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Die aktuellen Zahlen im Überblick

+++ 08.30 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat in seinem Militär-Update vom Samstagmorgen (14. Januar) die russischen Verluste der vergangenen 24 Stunden bekannt gegeben. Neben 530 gefallenen Soldaten verloren die russischen Streitkräfte auch mehrere Panzer und Kriegsfahrzeuge. Außerdem wurden zwei Kriegsdrohnen, ein Luftabwehrsystem, sowie vier Artilleriesysteme zerstört. Alle Zahlen im Überblick:

Update vom Samstag, 14. Januar, 06.29 Uhr: Die Gefechte in der Ukraine gehen weiter. Am Vormittag werden die Berichte des Verteidigungsministeriums erwartet. Aus diesen geht hervor, wie viele Einheiten Russland bislang im Krieg verloren hat.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew verkündet erfolgreiche Angriffe

+++ 20.00 Uhr: In seinem Tagesbericht spricht der Sprecher des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Shtupun, von erfolgreichen Angriffen auf die russischen Truppen. Demnach führte die Luftwaffe der Ukraine am Freitag (13. Januar) neun Angriffe auf die russische Armee durch.

Die Raketen- und Artillerieeinheiten haben den Angaben zufolge ein Flugabwehrsystem, einen Kontrollpunkt, drei Munitionsdepots, sowie sechs Truppenansammlungen erfolgreich angegriffen. Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig bestätigt werden. Aktuell liegen auch noch keine konkreten Opferzahlen vor.

Ukraine bereitet Offensive vor – Russland verliert über 180 Soldaten bei Bachmut

+++ 18.45 Uhr: Bei Feuergefechten rund um die Stadt Bachmut in der Region Donezk hat Russland wohl erhebliche Verluste erlitten. In den vergangenen 24 Stunden sollen bei den Gefechten 183 moskautreue Soldaten getötet worden sein. Das geht aus einem Bericht des ukrainischen Militärsprechers Serhii Cherevatyi hervor.  

„Die Russen können die ukrainische Verteidigung nicht durchbrechen und verlieren weiterhin Personal bei ihren Angriffen“, sagte Cherevatyi über die Lage. 137 weitere Soldaten sollen den Angaben zufolge verwundet worden sein. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war bisher nicht möglich.

Russischer Panzer zerstört sich selbst – Ukraine bereitet Offensive vor

+++ 15.27 Uhr: Die Ukraine bereitet die nächste Offensive auf die von Russland besetzten Gebiete vor. Dabei sollen die westlichen Verbündeten Kiews bereits Unterstützung liefern. Das berichtet die US-amerikanische Zeitung New York Times. Demnach sei die Ukraine fest „entschlossen, ihre eigene Militäroffensive zu starten, entweder noch im Winter oder im schlammigen Frühjahr“. Die Lieferung von Kampfpanzern und Patriot-Abwehrsystemen stünden in engem Zusammenhang mit den Plänen der Ukraine.

Russische Verluste: Ukrainische Streitkräfte schießen russisches Flugzeug ab

+++ 07.45 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte teilte am Freitagmorgen (13. Januar) mit, dass die ukrainischen Raketen- und Artilleriekräfte zwölf temporäre Stützpunkte der russischen Truppen, ein S-300-Flugabwehrraketensystem, drei Munitionsdepots und drei weitere „wichtige russische Standorte“ getroffen hätten. Die ukrainischen Streitkräfte wehrten russische Angriffe in der Nähe von 18 Siedlungen ab. Die ukrainischen Streitkräfte schossen außerdem ein russisches Flugzeug vom Typ Su-25 und eine Drohne vom Typ Orlan-10 ab.

Russische Verluste: Moskau bereitet sich auf Kampf um die Krim vor

Erstmeldung vom Freitag, 13. Januar 2023, 04.15 Uhr: Kiew – Die Krim hat sich zu einem zentralen Punkt im Krieg in der Ukraine entwickelt. Immer näher rücken die Streitkräfte von Präsident Volodymyr Selenskyj auf die von den Russen annektierte Halbinsel zu. Russland könnte nach Ansicht von Militäranalysten die 2014 gewaltsam eroberte Krim verlieren. Selenskyj hatte öffentlich erklärt, dass er die Krim wieder als Teil seines Landes betrachten möchte.

Der russische Präsident Wladimir Putin weigert sich unterdessen nicht nur, die Krim aufzugeben. Vielmehr hat er auch erklärt, er wolle, dass vier ukrainische Gebiete, die Moskau im September unrechtmäßig annektiert hat, als Teil Russlands anerkannt werden, bevor er in mögliche Friedensgespräche einwilligt.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Rückeroberung der Krim „durchaus realistisch“

„Militärisch ist es durchaus möglich“, dass Selenskyj die Kontrolle über die Krim übernehmen könnte, sagte John Spencer, ein pensionierter Major der US-Armee und Vorsitzender des Madison Policy Forum für Urban Warfare Studies, gegenüber Newsweek. „Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass das ukrainische Militär militärisch eine Situation schaffen könnte, in der es für russische Verbände nicht länger vertretbar wäre, sich auf der Krim aufzuhalten“, sagte Spencer.

Sean Spoonts, ein Veteran der US-Marine und Chefredakteur des militärischen Nachrichtenmagazins SOFREP, erklärte gegenüber Newsweek, eine gewaltsame Einnahme der Krim durch die Ukraine sei „durchaus realistisch“.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Kampf um die Krim

„Wenn die Ukraine die Kontrolle über die Krim erlangt, wäre das ein gewaltiges Unterfangen, aber wenn Selenskyj das gelänge, hätte das große Auswirkungen auf Putin“, so der Geschichtsprofessor Michael Kimmage von der Catholic University of America. „Wenn die Krim verloren ginge, würde dies in Russland den Eindruck erwecken, dass Putin nicht in der Lage ist, die Dinge zu regeln, und es würde ihn definitiv politisch schwächen“, so Kimmage gegenüber Newsweek.

Kimmage merkte an, dass die Kontrolle über die Krim Putin auch einen strategischen Vorteil verschafft, da er seine Invasion in der südlichen Ukraine von der Halbinsel aus startete. Die geografische Lage der Krim könnte also ein Grund dafür sein, dass Selenskyj die Kontrolle über die Krim anstrebt. (red mit Agenturen)

Auch interessant

Kommentare