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Nach Kindsmordfantasien: Sogar Putins RT-Propagandistin zieht die Reißleine – Moderator muss gehen

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Von: Markus Hofstetter

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Die Chefin des russischen Staatssenders RT hat Anton Krassowski nach skandalösen Aussagen gefeuert. Der Moderator phantasierte vom Ertränken und Verbrennen ukrainischer Kinder. 

Moskau - Anfang März 2022 hat die EU die Verbreitung von RT und Sputnik verboten. Die beiden russischen Staatsmedien verbreiten im Ukraine-Krieg Propaganda von Wladimir Putin und Desinformation. In Deutschland darf RT DE bereits seit Anfang Februar wegen einer fehlenden Lizenz nicht mehr senden. Doch auch für RT scheint es inhaltliche Grenzen des Zumutbaren zu geben: Der Sender hat nun den Kreml-Propagandisten Anton Krassowski nach verstörenden Aussagen in Sachen Ukraine vorläufig entlassen.

RT-Chefin Margarita Simonjan
RT-Chefin Margarita Simonjan wurden die Phantasien des Moderators Anton Krassowski zu viel © Sergei Bobylev/imago

RT-Moderator: Ukrainische Kinder sollen ertränkt oder angezündet werden

Krassowski forderte in einer Fernsehsendung, ukrainische Kinder, die der Ansicht seien, die Ukraine sei von Russland okkupiert worden, entweder in einen Fluss zu werfen und zu ertränken, oder sie in einer Hütte einzusperren und anzuzünden.

Daneben sprach Krassowski der Ukraine das Existenzrecht ab, rief zur Erschießung von Ukrainern auf und verharmloste Vergewaltigungen. Die Sendung rief international Empörung hervor. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba forderte in diesem Zusammenhang auf Twitter, RT weltweit zu verbieten. Nun hat tatsächlich sogar RT-Chefin Margarita Simonjan, prinzipiell eine Hardlinerin, die Reißleine gezogen, wie merkur.de berichtet.

Nach Kindsmordfantasien: Kremlsender RT wirft Moderator raus

„Die Äußerungen Anton Krassowskis sind barbarisch und grässlich“, begründete sie am Montag auf ihrem Telegram-Kanal die vorläufige Kündigung. Sie sprach von einem „zeitweiligen Wahnsinn“, dem Krassowski anheim gefallen sei. Sie beende die Zusammenarbeit vorerst, damit niemand auf den Gedanken komme, dass sie oder andere RT-Mitarbeiter diese Ansichten teilten, schrieb sie.

Krassowski, der laut dpa einst als liberaler Journalist galt, ist in den vergangenen Jahren mehrfach mit Gewaltverherrlichung aufgefallen. Erst Anfang Oktober kommentierte der 47-Jährige die massiven Raketenschläge gegen die Ukraine damit, dass er jetzt glücklich sei. „Ich tanze auf dem Balkon im Nachthemd mit der Aufschrift ‚Russlands Armee.‘“ Seit Februar steht Krassowski auf der Sanktionsliste der EU.

Krassowski selbst erklärte am Montag, er bedauere, die Grenze überschritten zu haben. Manchmal sei es so, dass er sich in seinen Sendungen zu sehr hinreißen lasse, begründete er seine Entgleisungen. (dpa/mh)

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