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Geheimwaffe im Ukraine-Krieg? Putin setzt offenbar trainierte Delfine ein

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Von: Stephanie Munk

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Der russische Präsident Wladimir Putin beobachtet 2013 bei einem Besuch bei einem Ozeanarium in Russland Delfine.
Der russische Präsident Wladimir Putin beobachtet 2013 bei einem Besuch bei einem Ozeanarium in Russland Delfine. © Alexei Nikolsky/afp

Laut US-Medienberichten setzt Russlands Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Krieg trainierte Delfine ein. Die Taktik erinnert an den Kalten Krieg.

Washington - Die russische Marine setzt laut US-Medienberichten im eskalierten Ukraine-Konflikt auch vom Militär trainierte Delfine ein, um ihre Flotte im Schwarzen Meer zu beschützen. An der Einfahrt zum Hafen von Sewastopol seien dazu zwei Unterwassergehege platziert worden, schrieb das unabhängige „US Naval Institute“ am Mittwoch (27. April) in seinem Nachrichtenportal.

Satelliten-Aufnahmen legten nahe, dass die Gehege im Februar dorthin verlegt worden seien - etwa zu der Zeit, als Russlands Angriff auf die Ukraine begann. Im Hafen von Sewastopol war auch der mittlerweile gesunkene Raketenkreuzer „Moskwa“ stationiert.

Delfine im Ukraine-Krieg? Diese Eigenschaften könnte sich Putin zunutze machen

Denkbar sei, dass die Delfine zur Abwehr feindlicher Taucher eingesetzt werden sollen, die versuchen könnten, in den Hafen einzudringen und Kriegsschiffe zu sabotieren. Viele davon seien derzeit außer Reichweite ukrainischer Raketen.

Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenfoto zeigt den Raketenkreuzer „Moskwa“ im Hafen von Sewastopol.
Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenfoto zeigt den Raketenkreuzer „Moskwa“ im Hafen von Sewastopol. © Uncredited/Maxar Technologies/AP/dpa

Die Washington Post schreibt, der US-Satellitenfotodienst Maxar teile die Einschätzung der Experten. Maxar hatte der Zeitung entsprechende Aufnahmen zur Verfügung gestellt.

Angesichts ihres hervorragenden Gehörsinns seien die Meeressäuger in der Lage, im Ukraine-Krieg Minen und andere potenziell gefährliche Gegenstände aufzuspüren, hieß es weiter. Auch das US-Militär trainiere seit den 1960er Jahren Delfine und Seelöwen, um sie gegen Bedrohungen unter Wasser einzusetzen.

Tiere im Krieg: Dafür werden sie eingesetzt

Nicht nur Delfine, auch andere Tiere werden für den Einsatz im Krieg ausgebildet. Eine Auswahl.

Seelöwen: Ähnlich wie Delfine sollen die Säugetiere etwa Terroristen, Spione oder feindliche Marinetaucher unter Wasser aufspüren und Alarm schlagen. Zudem werden sie bei der Minensuche eingesetzt.

Hunde: Die Vierbeiner erschnüffeln mit ihrem feinen Geruchssinn den explosiven Duft von Sprengstoffen und anderen Chemikalien in Landminen. Sie werden intensiv darauf trainiert, sowohl Metall- als auch Plastikminen aufzuspüren.

Ratten: Auch sie werden in vermintem Gebiet eingesetzt. Eine Gruppe Ratten ist nach Einschätzung des Genfer Internationalen Zentrums für Humanitäre Minenräumung genauso produktiv wie ein Rudel von Spürhunden, spart allerdings erheblich an Kosten.

Bienen: Die Insekten sollen bei der Minensuche effektiver als teure Suchgeräte und sensible Schnüffelhunde sein. Zehntausende Bienen können eine größere Fläche in einer relativ kurzen Zeit absuchen, ohne Minen aus Versehen auszulösen. Die geschulten Tiere werden zum Beispiel darauf trainiert, den Geruch des Explosionsmaterials mit Nahrung in Verbindung zu bringen. In der Nähe von vergrabenen Minen schwärmen sie dann in der Hoffnung, dort Nahrung zu finden.

Pferde: Sie kommen für den militärischen Transport zum Einsatz. Die Gebirgsjäger der Bundeswehr zum Beispiel manövrieren mit ihren Maultieren und Haflingern durch entlegenste Passagen. Maultiere können bis zu 140 Kilogramm an Waffen und Ausrüstung tragen. (dpa)

Delfine im Ukraine-Krieg? Strategie geht auf Kalten Krieg zurück

Laut dem „US Naval Institute“, das in Annapolis im Bundesstaat Maryland sitzt, entwickelte die sowjetische Marine während des Kalten Krieges mehrere Programme mit Meeressäugern, darunter eines mit sogenannten Kampfdelfinen nahe Sewastopol. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sei dieses an das ukrainische Militär gegangen, als Folge der russischen Annexion der Halbinsel Krim 2014 dann aber unter Kontrolle der Marine Russlands geraten. Seither seien diese Programme ausgeweitet worden. (dpa)

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