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Britischer Geheimdienst: „Russlands Aussichten sind düster“

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Laut dem britischen Verteidigungsministerium hat sich Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine als „kostspielig und strategisch schädlich erwiesen“.

London – Ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine hat Großbritannien den Angreifern ein schlechtes Zeugnis im Ukraine-Konflikt ausgestellt. „Operativ leidet Russland unter einem Mangel an Munition, Fahrzeugen und Personal“, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit. Die Moral sei in vielen Teilen schlecht und die Armee erheblich eingeschränkt. Russlands diplomatische Macht sei gesunken und die langfristigen wirtschaftlichen Aussichten seien düster.

Ukrainische Soldaten bereiten ihre Waffen für den Beschuss russischer Stellungen in der Region Charkiw vor.
Ukrainische Soldaten bereiten ihre Waffen für den Beschuss russischer Stellungen in der Region Charkiw vor © Andrii Marienko/dpa

„Die Donbass-Offensive macht minimale Fortschritte, und Russland erwartet einen schweren ukrainischen Gegenangriff“, hieß es weiter. Das britische Fazit: „Nach sechs Monaten hat sich Russlands Krieg als kostspielig und strategisch schädlich erwiesen.“

Moskau verfolge im Ukraine-Krieg jetzt bescheidenere Pläne

Das Ministerium betonte, der russischen Führung sei seit April bewusst, dass die Ziele, die ukrainische Regierung zu stürzen und große Teile des Landes zu besetzen, gescheitert seien. Seitdem verfolge Moskau bescheidenere Pläne in der Ost- und Südukraine.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich in beispielloser Form Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor. (jso/dpa)

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