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Ukraine-Krieg: Sorge vor russischem Giftgas-Angriff wächst

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Von: Ares Abasi

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Laut Berichten soll Russland im Ukraine-Krieg in Mariupol Giftgas eingesetzt haben.
Setzt Russland bald Giftgas ein? Das befürchtet die Ukraine. © Alexei Alexandrov / dpa

Russland könnte einen Giftgasangriff planen - das befürchten Ukraine und Nato. Deutschland liefert nun Abwehrsysteme.

Kiew - Die Bundesregierung hat am Donnerstag (28. Juli) angekündigt, „ein umfangreiches Paket zur ABC-Abwehr zur Verfügung zu stellen“. Die Bundesregierung wird der Ukraine sechs Lastwagen plus zwei Tanks samt Dekontaminationsmittel liefern – zur Reaktion auf atomare, biologische und chemischen Angriffe, berichtet der Businessinsider.

Ukrainische Soldaten werden bereits an den sogenannten HEP70-Systemen ausgebildet. Laut Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) schaffe das „die benötigte sofortige Fähigkeit zur Entfernung von Kampfstoffen“ für die ukrainischen Soldaten. Laut Businessinsider wächst in letzter Zeit die Sorge innerhalb der Nato und der Bundesregierung, dass russische Truppen Giftgas-Angriffe durchführen könnten.

Russland: Ukraine will ABC-Abwehrsysteme

Die aktuelle Lieferung des ABC-Abwehrsystems ist eine Reaktion auf diese Entwicklung und erfolgt auf Wunsch der ukrainischen Regierung. Auch auf der östlichen Seite der Nato werden dort stationierte Truppen des Militärbündnisses mit einem ABC-Abwehrsystem zur Abschreckung Russlands ausgerüstet, um der potenziellen Bedrohung durch russische Giftgas-Angriffe entgegentreten zu können.

„Zu einem möglichen Chemiewaffeneinsatz durch Russland in der Ukraine hat sich die Bundesregierung bereits mehrfach geäußert. Die Einschätzungen dazu haben sich nicht geändert“, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage von Businessinsider mit.

Ukraine-Krieg: Sorge über Giftgas-Angriff könnte berechtigt sein

Tatsächlich besteht die grundsätzliche Sorge, dass der Kreml – wie etwa im Syrien-Krieg – einen Giftgasangriff verüben könnte, schon seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Nato und auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) drohten Präsident Wladimir Putin mit „schwerwiegenden Konsequenzen“.

Im April meldete das ukrainische Asow-Regiment einen Giftgas-Angriff auf die Stadt Mariupol. In internen Bundeswehr-Lageberichten aus dem April, die Businessinsider einsehen konnte, wurde der Angriff als „unbestätigt“ aufgeführt. Dieser gilt nicht als erwiesen. Die russische Regierung hat wiederholt Falschmeldungen verbreitet, wonach die USA in der Ukraine ein Labor zur Herstellung von Giftgas betreiben. Militärexperten sahen dies als einen Versuch Russlands an, den Giftgas-Angriff selbst vorzubereiten. (Ares Abasi)

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