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Russisches Atom-U-Boot im Mittelmeer gesichtet

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Von: Karolin Schäfer

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Ein russisches Atom-U-Boot, Yuri Dolgoruky. (Archivbild)
Das russische Atom-U-Boot, Yuri Dolgoruky. (Archivbild) © epa Zemlianichenko/dpa

Medienberichten zufolge wurde ein russisches U-Boot, das mit nuklearer Energie betrieben wird, im Mittelmeer gesichtet.

Moskau – Ob im Rahmen von Putins Arktis-Strategie oder neue Soldaten an der Front im Ukraine-Krieg, Russland rüstet auf. Auch im Mittelmeer soll Moskau nun erneut seine Machtstellung ausbauen.

Nach Angaben der britischen Zeitung Naval News soll ein nukleares U-Boot im Mittelmeer gesichtet worden sein. Dem Portal sollen Informationen vorliegen, dass das U-Boot vor Italien gesehen wurde. Wie lange das Unterwasserfahrzeug dort bereits operiert, ist unklar.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verlegt Atom-U-Boot ins Mittelmeer

Dabei könnte es sich der Zeitung zufolge um ein atomgetriebenes Jagd-U-Boot (SNN), ein Marschflugkörper-U-Boot (SSGN), das zur Bekämpfung von Flugzeugträgern eingesetzt wird, oder eine Sewerodwinsk-Klasse (Projekt 885 Jasen), die modernste Art russischer U-Boote mit Nuklearantrieb, handeln.

U-Boot-Experte H.I. Sutton deutete bezüglich der Verlegung des U-Bootes auf die Spannungen zwischen Russland und dem Westen hin. „Katz und Maus spielen mit der Nato“, schrieb er beim Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag (2. August).

News zum Ukraine-Krieg: Russisches U-Boot wird mit Atomenergie betrieben

Es gilt als wahrscheinlich, dass das gesichtete U-Boot mit Atomenergie betrieben wird. Das bedeutet gleichzeitig aber nicht, dass es auch Atomwaffen mit sich führt. Unabhängig prüfen lassen sich die Informationen nicht.

Warum das U-Boot ins Mittelmeer verlegt wurde, bleibt ebenfalls ein Rätsel. Es wird vermutet, dass das nukleare U-Boot den Lenkwaffenkreuzer Marschall Ustinow, der Ende August abgezogen wurde, ersetzen soll. Der Marschall Ustinow wurde zuletzt zwischen Großbritannien und Irland gesichtet.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um das erste mit Unterwasserfahrzeug dieser Art im Mittelmeer. Zwei Boote der russischen Kilo-Klasse befinden sich bis heute im Einsatz. Laut Naval News liegen diese aber vor einem Stützpunkt der russischen Marine in Tartus in Syrien. (kas)

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