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Steht Drohnenkrieg bevor? Putin-Retter baut Armee auf

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Von: Lucas Maier

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Im Ukraine-Krieg geht es viel um Lufthoheit. Russland kündigt Drohnen-Armee an. Die Ukraine hat diese bereits.

Tula – Ob Kamikaze-Drohnen aus dem Iran oder Langstreckendrohnen: Die ferngesteuerten Kampfsysteme spielen im Ukraine-Krieg auf beiden Seiten eine gewichtige Rolle.

Zuletzt hat das wichtigste Verteidigungsunternehmen der Ukraine, Ukroboronprom, die erfolgreiche Entwicklung eigener Langstreckendrohnen mit einer Reichweite von über 1000 Kilometern verkündet. Russland baut nach eigenen Angaben derzeit eine „Killerdrohnenarmee“ auf, wie die Propagandaagentur RIA FAN schreibt.

Armee für Ukraine-Krieg: Video zeigt Drohnenausbildung in Russland

Um die Armee für den Einsatz in der Ukraine vorzubereiten, wurde extra ein Ausbildungszentrum unweit von Moskau in der russischen Region Tula gegründet. Den Auftrag hierfür hat den Angaben zufolge der Gouverneur Alexei Dyumin gegeben. Ein von RIA FIAN veröffentlichtes Video zeigt die Drohnenkämpfer bei der Ausbildung in der winterlichen Tula Region.

Vor Kurzem soll in dem Ausbildungszentrum die erste wissenschaftliche und praktische Drohnenkonferenz stattgefunden haben. Anschließend sollen bereits einige Unternehmen mit der Produktion weiterer Drohnen begonnen haben, wie RIA FIAN schreibt. 

Putin-Vertrauter gründet Zentrum: Dyumin soll Machthaber vor einem Bären gerettet haben

Der Auftraggeber, Alexei Dyumin, gilt derzeit als ein potenzieller Nachfolger des Machthabers Wladimir Putins, wie die britische Tageszeitung Daily Mail schreibt. Dyumin ist 50 Jahre alt, war bereits stellvertretender Verteidigungsminister und Leibwächter von Putin.

Ukraine-Krieg: Drohnen spielen auf beiden Seiten eine zunehmend gewichtige Rolle.
Ukraine-Krieg: Drohnen spielen auf beiden Seiten eine zunehmend gewichtige Rolle. (Archivbild) © Libkos/dpa

Im Jahr 2014 soll er Leiter einer Geheimoperation gewesen sein, die den gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch von der Krim nach Russland gebracht haben soll. Gerüchten zufolge soll der Gouverneur das Vertrauen des russischen Präsidenten erlangt haben, indem er dessen Leben vor einem wütenden Braunbären gerettet habe, wie Daily Mail schreibt.

Drohnen im Donbass: Ausbildung nahe der Front

Drohnenpiloten der russischen Armee werden auch in der besetzten ukrainischen Region des Donbass ausgebildet. Der Leiter des Schulungsortes, Sergey Parshikov, sagte gegenüber der russischen Staatsagentur RIA FIAN, dass dort Piloten an „Kampfdrohnen“, „Bomberdrohnen“, „Aufklärungsdrohnen“ sowie „Jägern“ in der Luft ausgebildet werden würden.

Parshikov ist sich sicher, dass es in naher Zukunft notwendig sein wird, Tausende solcher Piloten auszubilden. Erklärtes Ziel sei es, den bevorstehenden Drohnen-Krieg in der Ukraine dominieren zu können.

Ukraine gegen Russland: Selenskyj hat frühzeitig „Armee der Drohnen“ angekündigt

Auf der Seite der Ukraine wird ebenfalls eine Vielzahl an Drohnenpiloten ausgebildet. Bereits kurz nach dem Einmarsch der russischen Truppen in das Nachbarland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Programm „Armee der Drohnen“ ins Leben gerufen, wie die Tagesschau berichtet.

Immer wieder veröffentlichen die ukrainischen Spezialkräfte Videos von erfolgreichen Drohnenangriffen. Diese zeigen das es auch mit kleineren Bauarten durch gezielte Angriffe möglich ist schweres Militärgerät zu zerstören. (Lucas Maier)

Zuletzt haben russische Soldaten eine Vertuschung im Ukraine-Krieg aufgedeckt – „Wir sind Kanonenfutter“.

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