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Inszeniertes Putin-Attentat? Neuer Bericht zeigt vermeintlichen Putsch-Versuch

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Von: Linus Prien

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Angeblich läuft ein Putsch-Versuch gegen Wladimir Putin. Unter anderem der tschetschenische Präsident soll an ihm beteiligt sein.

Moskau - Wie der angebliche Kreml-Experte Igor Sushko twitterte, gibt es mitten im eskalierten Ukraine-Konflikt wohl Pläne, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu entmachten. Die Aussagen, die Sushko teilte, stammen vom Menschenrechtsaktivisten Wladimir Osechkin.

Es handle sich um einen zweistufigen Plan des russischen Politikers und Hardliners Nikolai Patrushew, dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow und zwei Abteilungen des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Sushko meinte auf Twitter dazu: „Die Verschwörer, sollten sie erfolgreich sein, würden die gesamte Welt deutlich stärker gefährden, als es Putin schon tut. Sie können sich sicher sein, dass ein Putsch einer Gruppe, die diesen Albtraum tatsächlich beenden wollte und Russland auf den Weg des Friedens bringen wollte, nicht an die Öffentlichkeit geraten wird.“

Angeblicher Putin-Putsch: Kremlsprecher Peskow mit auf der Liste

Im ersten Schritt des Plans sollten die „Liberalen“ aus dem Moskauer Machtzentrum entfernt werden. Zu diesen Akteuren gehörten der Kreml-Sprecher Dmitry Peskow, der russische Ministerpräsident Michail Mischustin, der FSB-Vize Sergei Korolew und der Putin-Vertraute Oligarch Oleg Deripaska. Dieser erste Schritt soll bereits begonnen haben, berichtet merkur.de.

Putin und Schoigu
Russlands Präsident Wladimir Putin und Verteidigungsminister Sergej Schoigu. © Mikhail Metzel / Imago Images

Wie Sushko berichtete, habe es am 17. Juni beim Sankt Petersburger Wirtschaftsforum ein geplantes Attentat auf Putin gegeben. Dabei handelte es jedoch nicht um einen echten Versuch, den Machthaber umzubringen. Es sei eine Inszenierung gewesen, die Putins engeren Kreis als Protagonisten dargestellt hätte.

Putin-Putsch? Berichte über inszeniertes Attentat auf Kremlchef

Offiziell habe die Veranstaltung etwa eine Stunde später als erwartet begonnen, da es einen Cyberangriff gegeben hätte. Tatsächlich aber, so Sushko, hätte der russische Geheimdienst vom Attentatsplan erfahren. Ein Mitglied des russischen Inlandsgeheimdienstes soll sich als Mitglied der „Legion der Freiheit Russlands“, einer pro-ukrainischen Gruppe russischer Kämpfer, ausgegeben und den ukrainischen Geheimdienst SBU kontaktiert haben.

Im Anschluss habe ebenjener russische Agent SMS-Nachrichten an die Tochter von Dmitry Peskow, den Sohn und die Frau des Oligarchen Oleg Deripaska gesendet. Der Inhalt der Nachrichten seien die Pläne des vermeintlichen Anschlags auf Putin gewesen. So sollte als eine angebliche Verbindung zwischen Peskow und Deripaska zum ukrainischen Geheimdienst und der Legion der Freiheit Russlands dargestellt werden, die stellvertretend von deren Familienmitgliedern gepflegt wurde.

Berichte über Putsch: Angeblicher Kreml-Experte zitiert Putin

Der zweite Schritt des Plans der Intriganten sei es laut Sushko, Putin endgültig seine Macht zu nehmen. Ein weiteres Detail, welches auffiel, war, dass der Oligarch Deripaska an der Veranstaltung teilnahm, obwohl er diese im Vorhinein abgesagt hätte. Angeblich soll er dazu gezwungen worden sein, teilzunehmen und in den Saal geführt worden sein, als dieser für 15 Minuten verdunkelt wurde.

Die ersten Worte Putins, als er die Bühne betrat, seien laut Sushko gewesen: „Viele haben erwartet, dass ich sterbe, doch ich bin am Leben.“ Im abschließenden Tweet Sushkos stand: „Der alte Mann (Putin), der sich für den Strippenzieher hält, ist selber zum Bowling-Pin geworden. Und der Ball wurde bereits in Bewegung gesetzt.“ (frs/lp)

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