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Melnyk warnt vor „Bluff“ Putins, London sieht Kiew-Einkesselung scheitern – die Nacht im Überblick

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Von: Franziska Schwarz

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Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine, bei einem Interview in Berlin.
Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine, im Marz 2022 © Carsten Koall/dpa

Der Kreml erregt mit seiner jüngsten Ankündigung im Ukraine-Krieg großes Misstrauen - britische Militärexperten haben einen Verdacht. Das Geschehen in der Nacht zum 30. März.

Kiew - Die Kampfhandlungen bei Kiew drosseln? Die Ankündigung des Kreml im Ukraine-Krieg stößt in der Ukraine und im Westen auf Skepsis. „Diese Signale übertönen nicht die Explosionen russischer Geschosse“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj* in der Nacht zum Mittwoch (30. März).

Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Berlin, hat hat Ankündigung als „Täuschungsmanöver“ zurückgewiesen. „Wir glauben, diese ‚versöhnliche‘ Rhetorik aus Moskau ist nichts anderes als Bluff und Nebelkerzen, um einerseits von der militärischen Blamage des Kreml in der Ukraine abzulenken“, sagte Melnyk den Funke-Zeitungen von diesem Mittwoch.

Auch das US-Verteidigungsministerium vermutete im Zuge der Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland ein taktisches Manöver. „Wir glauben, dass es sich um eine Repositionierung handelt, nicht um einen Abzug, und dass wir alle vorbereitet sein sollten, eine größere Offensive gegen andere Teile der Ukraine zu erwarten“, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby .

Ukraine-Krieg: London sieht russische Offensive bei Kiew als gescheitert an

Die britische Militäraufklärung betrachtet die Einkesselung von Kiew unterdessen als gescheitert. Das geht aus einem Update des Verteidigungsministeriums hervor. Zudem lasse die Kiew-Ankündigung darauf schließen, dass Russland seine Initiative in der Region verloren habe.

Britische Militärexperten hielten es nun für „höchst wahrscheinlich“, dass Russlands Präsident Wladimir Putin* seine Truppen aus dem Norden der Ukraine in den Südosten verlege. Dort solle jetzt die Offensive in der Region Luhansk und Donezk verstärkt werden.

Ukraine-Krieg: US-Ministerium gibt harte Reisewarnung für Amerikaner heraus

In einer ungewöhnlich harten Reisewarnung hat das US-Außenministerium alle Amerikaner darauf hingewiesen, dass sie bei Reisen in Russland von den dortigen Sicherheitsbehörden festgesetzt werden könnten. „Alle US-Bürger, die in Russland wohnen oder reisen, sollten das Land umgehend verlassen“, hieß es.

Ukraine-Krieg-News: Das wird am 30. März wichtig

Wie sind die Reaktionen aus Deutschland auf den Ukraine-Krieg? Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD*) will bei einem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften an diesem Mittwoch (30. März) vor allem praktische Fragen der Arbeitsmarktintegration ukrainischer Flüchtlinge lösen. Das sagte er den RND-Zeitungen. (dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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