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Russische Soldaten ziehen mit rostigen Waffen in den Krieg

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Laut eines ukrainischen Beraters ziehen russischen Soldaten mit alten Waffen in den Ukraine-Krieg. Videos sollen diese Aussage beweisen.

Moskau/Kiew - Russlands mobilisierte Soldaten sollen alte und rostige Waffen für den Kampf im Ukraine-Konflikt erhalten haben. Das berichtet newsweek.com. Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, habe ein Twitter-Video gepostet, das russische Soldaten beim Umgang mit verrosteten Waffen zeige.

„Die Mobilisierten in Russland erhalten neben Plastiktüten auch rostige Waffen“, kommentierte Geraschtschenko das Video und fügte hinzu: „Man sagt ihnen, dies sei für das Gedächtnis der Hände“. Damit beziehe sich der Berater auf die russische Behauptung, dass die Soldaten die alten Waffen nicht im Krieg einsetzen müssten. Die Waffen sollten den Kämpfern angeblich helfen, sich an das Gewicht der Waffen zu gewöhnen, die sie später bekämen. „Aber ich nehme an, dass sie mit diesen Waffen angreifen werden“, sagte Geraschtschenko. Ob die Aussagen stimmen, lässt sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-Krieg: Russland soll 50 Jahre alte Panzer verwenden

Zuvor hatte Geraschtschenko ein anderes Video geteilt: Die Aufnahmen sollen zeigen, wie russische Soldaten sowjetische Panzer für den Ukraine-Krieg aus dem Lager holen. „Alte sowjetische Panzer, die von Russland aus der Konservierung geholt wurden – ohne Schutz gegen moderne Waffen“, kommentierte Geraschtschenko das Video.

Das Video erschien, nachdem das britische Verteidigungsministerium im Mai berichtet hatte, dass Russland möglicherweise 50 Jahre alte T-62-Panzer aus „tiefen Lagern“ geholt hat, um sie im Zuständigkeitsbereich der Southern Grouping of Forces (SGF) zu verwenden.

Putin braucht Nachschub: Russische Soldaten sollen mit rostigen Waffen in den Ukraine-Krieg ziehen (Symbolfoto).
Putin braucht Nachschub: Russische Soldaten sollen mit rostigen Waffen in den Ukraine-Krieg ziehen (Symbolfoto). © Sergei Bobylev/Imago

Teilmobilmachung sorgt für Widerstand in Russland

„Die T-62 sind mit Sicherheit besonders anfällig für Panzerabwehrwaffen und ihre Anwesenheit auf dem Schlachtfeld verdeutlicht Russlands Mangel an moderner, kampffähiger Ausrüstung“, fügte das britische Verteidigungsministerium am 27. Mai in einem Bericht hinzu.

In den vergangenen Tagen verkündete der russische Präsident Wladimir Putin eine Teilmobilmachung zur Mobilisierung russischer Reservisten an. Dieser Schritt führte zu großen Protesten in mehreren russischen Städten und zu massenhaften Versuchen, aus Russland in die Nachbarländer zu fliehen. Nach Angaben der russischen Menschenrechtsorganisation OVD-Info wurden bisher mehr als 1300 Menschen verhaftet, vor allem in der Hauptstadt Moskau und in St. Petersburg. (Jan Wendt)

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