1. Startseite
  2. Politik

Ukraine-Krieg: UN erhebt Vorwürfe des Kindesmissbrauchs gegen russische Soldaten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marvin Ziegele

Kommentare

Ein geflüchtetes Kind erreicht mit seiner Mutter die Flüchtlingsstation in der Stadt Saporischschja in der Ukraine.
Ein geflüchtetes Kind erreicht mit seiner Mutter die Flüchtlingsstation in der Stadt Saporischschja in der Ukraine. © Imago Images

Die Gräueltaten gegen die ukrainische Zivilbevölkerung nehmen zu. Auch Kinder sind anscheinend der Willkür russischer Soldaten ausgesetzt. 

New York – Das Ausmaß der Gewalt in der Ukraine nimmt zu. Es soll „glaubwürdige“ Behauptungen geben, dass russische Streitkräfte während des Ukraine-Konflikts sexuelle Gewalt gegen Kinder verübt hätten. Das sagte Barbara Woodward, ständige Botschafterin von Großbritannien bei den Vereinten Nationen, am vergangenen Donnerstag (12. Mai) laut eines Berichts des US-Nachrichtensenders CBS News.

„Es gibt glaubwürdige Behauptungen über sexuelle Gewalt gegen Kinder durch die Streitkräfte Russlands“, berichtete Woodward über die Situation der Kinder in der Ukraine. „Wie andere bereits gesagt haben, haben die Massenvertreibungen dazu geführt, dass Kinder dem Menschenhandel und der sexuellen Ausbeutung ausgesetzt sind.“

Ukraine-Konlfikt: Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen russische Soldaten

Im April erklärte die ukrainische Abgeordnete Kira Rudyk gegenüber CBS News, dass sexuelle Gewalt systematisch „in allen von den Russen besetzten Gebieten“ angewendet werde. „Vergewaltigung wird in der Ukraine als Kriegsmittel eingesetzt, um unseren Geist zu brechen, uns zu demütigen und uns zu zeigen, dass wir hilflos sind, wenn es darum geht, unsere Frauen und Kinder und ihre Körper zu schützen“, sagte Kira Rudyk, Mitglied des ukrainischen Parlaments, gegenüber CBS News. „Das geschieht systematisch in den besetzten Gebieten.“

Der stellvertretende Exekutivdirektor des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF), Omar Abdi, sagte am Donnerstag (12. Mai) vor dem Sicherheitsrat: „Kinder und Eltern erzählen uns von ihrer ‚lebenden Hölle‘, in der sie gezwungen waren, zu hungern, aus schlammigen Pfützen zu trinken und sich vor ständigem Beschuss und Bombardierungen zu schützen, während sie auf der Flucht Bomben, Kugeln und Landminen ausweichen mussten.“ (marv)

Auch interessant

Kommentare