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SPD-Politiker Roth für Waffenlieferungen: Ukraine muss „diesen Krieg gewinnen“

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Von: Pitt v. Bebenburg

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SPD-Politiker Michael Roth spricht sich für Waffenlieferungen Deutschlads an die Ukraine aus. (Archivbild)
SPD-Politiker Michael Roth spricht sich für Waffenlieferungen Deutschlads an die Ukraine aus. (Archivbild) © Thomas Imo/Imago

In Deutschland wird derzeit über mögliche Waffenlieferungen an die Ukraine debattiert. Der SPD-Politiker Michael Roth hält diese für dringend erforderlich.

Frankfurt – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Michael Roth (SPD), hat sich für umfassende Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen. Im Interview der Frankfurter Rundschau sagte Roth: „Die Ukrainerinnen und Ukrainer können sich nur verteidigen mit Waffen – und dabei sollten wir sie rasch und umfassend unterstützen.“

Der Sozialdemokrat Roth warnte im FR-Interview vor weitreichenden Folgen bei einem militärischen Sieg Russlands. „Sollte Russland diesen Krieg gegen die Ukraine gewinnen, dann drohen neue militärische Konflikte in Moldau, in Georgien und vermutlich auch auf dem westlichen Balkan“, sagte Roth der Zeitung. „Deswegen muss – und das ist auch in unserem nationalen und europäischen Interesse – die Ukraine diesen furchtbaren Krieg gewinnen.“

Waffenlieferung an die Ukraine: SPD-Politiker Roth hält sie für notwendig

Die Forderung nach Waffenlieferungen sei „für einige von uns eine Zumutung, weil wir unsere eigenen vermeintlichen Gewissheiten in Frage stellen müssen“, fügte Roth in der Frankfurter Rundschau hinzu. „Aber Frieden kann eben nur dann gelingen, wenn auch die Unfriedlichen, die nicht Friedfertigen dazu bereit sind. Wir erleben gerade, dass Russland zum Allerschlimmsten bereit ist. In einer solchen Welt rettet eine einseitige Abrüstung kein einziges Menschenleben. Das ist die bittere Wahrheit, der wir uns alle stellen müssen. Das ist für viele von uns, auch für mich, ein sehr schmerzhafter Prozess.“

Am Dienstag war Michael Roth gemeinsam mit den Vorsitzenden des Europa- und des Verteidigungsausschusses, Anton Hofreiter (Grüne) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) in die Ukraine gereist, um dort mit ukrainischen Abgeordneten zusammenzutreffen. (Pitt von Bebenburg)

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