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Ukraine-Krieg: Marder-Panzer für die Ukraine sind einsatzbereit – Genehmigung der Regierung fehlt noch

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Die ersten Panzer des Typs Marder sind einsatzbereit.
Die ersten Panzer des Typs Marder sind einsatzbereit. © Sven Eckelkamp/imago

Rheinmetall hat die ersten Schützenpanzer für die Ukraine einsatzbereit gemacht. Nun fehlt nur noch die Genehmigung der deutschen Regierung für die Auslieferung.

Düsseldorf ‒ Die Ukraine hatte die deutsche Bundesregierung um Panzerlieferungen für den verlustreichen Ukraine-Krieg gebeten. Die ersten von der Bundeswehr ausgemusterten Schützenpanzer Marder hat der deutsche Hersteller Rheinmetall nun einsatzbereit gemacht. Der Bild am Sonntag sagte der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall, Armin Papperger: „Wir sind dabei, 100 Marder Schützenpanzer instandzusetzen, erste Fahrzeuge sind bereits so weit.“

Nun ist die Regierung um Olaf Scholz gefordert. „Wann und wohin die Marder geliefert werden, ist die Entscheidung der Bundesregierung“, erklärte Papperger. Die Bundesregierung und Bundeskanzler Olaf Scholz werden dafür kritisiert, dass sie bisher keine schweren Waffen in die Ukraine liefert. Der Vorstandsvorsitzende hält den Marder weiterhin für ein einsatzfähiges Kampffahrzeug. „Wir haben den Marder über Jahre hinweg auch immer wieder modernisiert“, sagte Papperger und verwies auf Litauen, wo die Bundeswehr den Marder ebenfalls noch einsetzt.

Ukraine-Krieg: Unternehmen steigert den Umsatz durch Waffenlieferungen

Neben den Mardern macht Rheinmetall 88 Panzer vom Typ Leopard 1 und zusätzliche Leopard 2 einsatzbereit. Insgesamt rechnet das Unternehmen aufgrund der Kriegssituation mit einer stark steigenden Nachfrage und dadurch einem erhöhten Umsatz. „Wir rechnen mit deutlich steigenden Umsätzen in der Größenordnung von bis zu 20 Prozent im Jahr und sind nun dabei, unsere Kapazitäten hochzufahren“, erklärte Papperger. „Wir werden an manchen Standorten in Mehrschichtbetrieb gehen“, zeigte er eine Möglichkeit auf, um dieses Ziel zu erreichen.

Lieferknappheiten und Engpässe brauche man nicht befürchten. „Die Produktion von Munition können wir innerhalb der nächsten zwölf Monate mindestens verdreifachen, die der LKW lässt sich verdoppeln – weil wir vieles an Infrastruktur aus dem Kalten Krieg recht schnell reaktivieren können“, berichtete Papperger. (Jan Oeftger)

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