1. Startseite
  2. Politik

Ukraine-Krieg: Mehr als Hunderttausend Menschen bei Friedensdemos in Deutschland

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Helena Gries

Kommentare

In Berlin und weiteren deutschen Städten finden heute Demonstrationen für den Frieden statt. Mehr als 100.000 Menschen treten gegen den Ukraine-Krieg ein.

Update vom Sonntag, 13.03.2022, 16.35 Uhr: Etwa 125.000 Menschen haben am Sonntag in fünf deutschen Städten gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Unter dem Motto „Stoppt den Krieg“ gingen laut den Veranstaltern in Berlin 60.00 Menschen auf die Straße. In Stuttgart seien es 35.000 Teilnehmende gewesen, in Frankfurt 12.000, in Hamburg 10.000 und in Leipzig 8.000, teilten die Organisatoren mit. Zu den Demonstrationen hatte ein Bündnis von mehr als 50 Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen sowie Gewerkschaften und Kirchen aufgerufen.

Die Teilnehmenden forderten ein Ende des russischen Angriffs auf die Ukraine. Ziel müssten Friedensverhandlungen sein, die in einem atomwaffenfreien Europa, gemeinsamer Sicherheit, in Frieden und Abrüstung unter Einschluss von Ukraine und Russland mündeten, hieß es in einem gemeinsamen Aufruf der Initiativen. Kritisch äußerten sie sich auch zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben.

Tausende Menschen nehmen an einer Demonstration unter dem Motto „Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine“ teil.
Tausende Menschen nehmen an einer Demonstration unter dem Motto „Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine“ teil. © Fabian Sommer/dpa

Ukraine-Krieg: Hunderttausend Menschen bei zweiter Großdemo für den Frieden in Berlin erwartet

Erstmeldung vom Sonntag, 13.03.2022, 11.06 Uhr: Berlin – Bereits Anfang März haben sich tausende Menschen in ganz Deutschland am Friedensstreik gegen den Ukraine-Krieg beteiligt, zu dem die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ aufgerufen hatte. In Berlin ist für den heutigen Sonntag (13.03.2022) die nächste Großdemo im Rahmen des Ukraine-Konflikts* geplant. Laut Berliner Tagesspiegel werden 100.000 Menschen erwartet.

Unter dem Motto „Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine“ soll die zweite große Friedensdemonstration in Berlin stattfinden. Auch in Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Leipzig sind am Sonntag Demonstrationen gegen den Ukraine-Krieg* geplant.

Gegen den Ukraine-Krieg: Bündnis aus rund 50 Organisationen ruft zu Friedensdemo auf

Veranstalter der Friedensdemonstration ist ein breites Bündnis aus mehr als 50 Organisationen, unter anderem die Evangelische Kirche, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Pax Christi, Brot für die Welt, Greenpeace, Naturfreunde, Pro Asyl, Campact und viele weitere Organisationen. Das Bündnis hatte bereits die erste Großdemo am 27. Februar 2022 organisiert, zu der sich tausende Menschen versammelt hatten.

„Das Leiden der Menschen in der Ukraine wird immer dramatischer. Wir fühlen mit ihnen und stehen an ihrer Seite“, heißt es in dem Aufruf zur Demonstration im Internet. „Unsere Solidarität gilt auch den Menschen, die in Moskau, Sankt Petersburg und so vielen anderen Städten Russlands ihre Stimme gegen den Krieg erheben. Wir sind tief beeindruckt von ihrer Kraft und ihrem Mut“, schreiben die Organisatoren. Sie sprechen sich neben Forderungen nach einem sofortigen Ende aller Angriffe und einem Rückzug des russischen Militärs auch für Friedensverhandlungen und ein atomwaffenfreies Europa „unter Einschluss von Ukraine und Russland*“ aus.

Demo gegen Ukraine-Krieg: Karnevalswagen und Kundgebung in Berlin geplant

Die Demonstration soll am Alexanderplatz beginnen und durch Berlin-Mitte ziehen. Nach Angaben des Tagesspiegels ist im Anschluss an die Demonstration eine Kundgebung am Fuße der Siegessäule am Großen Stern geplant. Als Redner sind unter anderem DGB-Chef Reiner Hoffmann, Greenpeace-Sprecherin Ildiko Reiser und Menschen aus der Ukraine* angekündigt.

Teil des Demonstrationszuges soll auch ein Karnevalswagen mit einem riesigen Pappmaché-Putin sein. Das Symbol „Putin verschluckt sich an der Ukraine“ vom Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly war auch beim Rosenmontagsumzug in Düsseldorf zu sehen und wurde am Samstag (12.03.2022) bereits durch Berlin zum Brandenburger Tor gefahren. (Helena Gries) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare