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Ministerin greift Putin an: „Es drohen Hungersnöte“

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Von: Julius Fastnacht

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Entwicklungsministerin Svenja Schulze wirft Wladimir Putin vor, mit seinem Angriffskrieg in der Ukraine die weltweite Ernährungssicherheit zu gefährden.

Berlin – Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat die führenden westlichen Industrienationen (G7) zu gemeinsamen Anstrengungen gegen Hungersnöte als Folge des Ukraine-Kriegs aufgerufen. „Die schrecklichen Folgen von Russlands Angriffskrieg gehen weit über die Ukraine hinaus“, sagte Schulze am 18. Mai bei einem Treffen der G7-Entwicklungsminister in Berlin.

Es drohen Hungersnöte, weil Wladimir Putin den Hunger gezielt als Waffe einsetzt. Dem müssen wir ein neues Bündnis für globale Ernährungssicherheit entgegensetzen, das wir bei diesem Treffen beschließen wollen.“ Die Entwicklungsminister der G7-Staaten beraten bis zum 19. Mai über aktuelle Herausforderungen von der Ernährungskrise über den Klimawandel bis hin zum Wiederaufbau einer freien Ukraine.

Entwicklungsministerin Schulze plant Bündnis für globale Ernährungssicherheit

Auf dem Treffen soll das Bündnis für globale Ernährungssicherheit offiziell gestartet werden. Schulze hatte das Bündnis im April gemeinsam mit Weltbank-Direktor David Malpass vorgeschlagen, um zusätzliche Finanzierung und eine enge Koordination der Maßnahmen zur Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Als Reaktion auf Russlands Ukraine-Invasion plant Entwicklungsministerin Schulze (SPD) ein globales Bündnis, das die weltweite Ernährungssicherheit gewährleistet.
Als Reaktion auf Russlands Ukraine-Invasion plant Entwicklungsministerin Schulze (SPD) ein globales Bündnis, das die weltweite Ernährungssicherheit gewährleistet. © Kay Nietfeld/dpa

Zu Jahresbeginn hatte Deutschland die einjährige Präsidentschaft der G7 von Großbritannien übernommen. Der Gruppe gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Auch die Europäische Union (EU) nimmt an den Treffen der G7 teil.

Özdemir: Putin verhindert Weizen-Export aus der Ukraine

Dabei ist Schulze nicht das erste Mitglied der Bundesregierung, das Russlands Machthaber vorwirft, die globale Nahrungssicherheit gezielt zu bedrohen. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) sagte dem Deutschlandfunk erst vor wenigen Tagen, Putin verhindere den Export von Weizen aus der Ukraine mit Hafen-Blockaden.

Diese Art der Kriegsführung sei perfide, weil die Hälfte des Weizens für das World Food Programme der Vereinten Nationen aus dem Land stamme. Europa lote deshalb alternative Landwege, etwa über die Donau, aus. Die Relevanz des Seewegs bleibe aber bestehen. (juf/dpa)

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