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Ukraine-Krieg: Europol warnt Geflüchtete vor Menschenhändlern

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Von: Helena Gries

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Um Flüchtende aus der Ukraine vor Menschenhändlern und Sexualstraftätern zu schützen, wird die Einrichtung von Schutzzonen gefordert.

Kiew/Berlin – Die Ukraine* verteidigt sich weiter gegen den Angriffskrieg aus Russland*. Russlands Präsident Wladimir Putin* schickt nach wie vor militärische Truppen wegen des Ukraine-Konflikts*in das Land, Hunderttausende Menschen sind daher auf der Flucht. Seit Beginn des Ukraine-Krieges* sind laut Angaben der UNO rund 3,5 Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet. Die meisten davon sind Frauen und Kinder.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert daher die Einrichtung von „Schutzzonen“ in den deutschen Bahnhöfen, um Geflüchtete aus der Ukraine vor Menschenhändlern und Sexualstraftätern zu schützen. Der für die Bundespolizei zuständige GdP-Vorsitzende Andreas Roßkopf sagte der Rheinischen Post: „Wir und die anderen Behörden müssen die ersten sein, die eine Registrierung und eine Abklärung vornehmen.“ Auch Europol warnte vor der Gefahr für Flüchtende durch Kriminelle.

Ukraine-Krieg: Kriminelle gehen gezielt auf geflüchtete Frauen und Kinder zu

Medienberichten zufolge habe die Bundespolizei inzwischen festgestellt, dass Kriminelle sehr gezielt auf junge Frauen und Kinder zugingen, bevor die Beamtinnen und Beamten überhaupt in Kontakt mit den Geflüchteten kämen, sagte Roßkopf. „Wir brauchen deshalb dringend Schutzzonen in den Bahnhöfen“, forderte er. „Danach kann man die Menschen auch gezielt Freunden oder Bekannten zuführen.“

Geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine seien einer Gefahr durch Kriminelle ausgesetzt, meint Europol. Die Gewerkschaft der Polizei will in Bahnhöfen Schutzzonen errichten. (Symbolbild)
Geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine seien einer Gefahr durch Kriminelle ausgesetzt, meint Europol. Die Gewerkschaft der Polizei will in Bahnhöfen Schutzzonen errichten. (Symbolfoto) © Jan Woitas/dpa

Die Bundespolizei sei mit der derzeitigen Situation ausgelastet, sagte der GdP-Chef. An den Bahnhöfen, an denen die geflüchteten Menschen aus der Ukraine ankämen, seien aktuell 650 Mitarbeitende der Bundespolizei mehr als üblich im Einsatz. Bundesinnenministerin Nancy Faeser* (SPD*) hatte am Wochenende eine hohe Polizeipräsenz auf Bahnhöfen angekündigt, um besonders Ukrainerinnen vor Übergriffen von Menschenhändlern und Sexualstraftätern zu schützen.

Ukraine-Krieg: Europol warnt vor Menschenhändlern, die sich als freiwillige Helfer ausgeben

Auch die europäische Polizeibehörde Europol warnte vor Menschenhändlern. Diese würden sich als „Freiwillige“ ausgeben, erklärte die Behörde am Montag (21.03.2022). „Kurzfristig besteht das größte Risiko darin, dass Kriminelle unter dem Vorwand, Transport, kostenlose Unterkunft, Arbeit oder andere Formen der unmittelbaren Unterstützung zu versprechen, potenziell Opfer anvisieren“, warnte Europol. Neben Bahnhöfen würden sie sich auch auf Grenzübergänge, Aufnahmezentren und Busbahnhöfe konzentrieren. Zudem tummelten sie sich in Freiwilligengruppen im Netz.

Im Ukraine-Krieg spitzt sich vor allem die Lage weiter zu. Derweil wirft Joe Biden* Wladimir Putin* die „Erwägung“ des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen vor. (hg/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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