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Ukraine-Krieg: Weitere Kämpfe in der Nacht - die Lage am Morgen

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Von: Daniel Dillmann

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In der Ukraine tobt weiter der Krieg mit Russland. Wir geben einen Überblick über die Ereignisse der Nacht und die Lage am Morgen.

Kiew - Rund um die Hauptstadt Kiew* toben weiter heftige Kämpfe zwischen den Truppen aus Russland und den Verteidigern aus der Ukraine. Auch aus anderen Landesteilen wurden in der Nacht Angriffe gemeldet. Russische Truppen beschossen ukrainischen Angaben zufolge militärische Ziele bei der Großstadt Dnipro mit Raketen. Die Gebäude der ukrainischen Einheit seien dabei erheblich beschädigt worden und zwei Brände ausgebrochen, teilte die regionale Militärverwaltung auf Facebook mit. Dnipro liegt im Zentrum der Ukraine und ist bislang von Angriffen weitgehend verschont geblieben.

Während Russland die Angriffe im Osten und um Zentrum der Ukraine intensiviert, soll sich die Armee von Wladimir Putin im Nordosten teilweise zurückgezogen haben. Das meldet die Nachrichtenagentur afp und beruft sich dabei auf Informationen des ukrainischen Generalstabs. Teile der russischen Armee würden sich demnach sogar wieder über die Landesgrenze der Ukraine bis in ihr Heimatland zurückziehen. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

Ukraine-Krieg: Die Ereignisse der Nacht und die Situation am Morgen

Bereits am gestrigen Abend wurden weitere herbe Verluste der russischen Armee im Krieg mit der Ukraine gemeldet. Die ukrainischen Streitkräfte würden immer mehr hochwertige Ziele in von Russland besetzten Gebieten angreifen. Als Beispiel wurde die Zerstörung eines russischen Landungsschiffs in der Hafenstadt Berdjansk vom Donnerstag genannt.

Sowohl die Europäische Union (EU)* als auch die Nato* haben am gestrigen Abend bekannt gegeben, die Ukraine im Krieg mit Russland weiter unterstützen zu wollen. Die EU-Staaten wollen zur finanziellen Unterstützung des Landes einen Solidaritätsfonds einrichten. Damit soll dem Land nach dem russischen Angriffskrieg und den enormen Zerstörungen beim Wiederaufbau geholfen werden. Die Nato will die Ukraine weiter mit Boden-Luft-Raketen und Panzerabwehrwaffen zu versorgen. Die 30 Nato-Staaten werden aber trotz eindringlicher Appelle Selenskyjs keine Panzer oder Flugzeuge liefern. „Es gibt eine Grenze, die darin besteht, nicht Kriegspartei zu werden“, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron nach dem Sondergipfel der Nato am Donnerstag in Brüssel.

Ein Soldat der ukrainischen Armee in Kiew, das weiter von Russland belagert wird.
Ein Soldat der ukrainischen Armee in Kiew, das weiter von Russland belagert wird. © Fadel Senna

Ukraine-Krieg: Lage am Morgen - Was heute wichtig wird

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj* bedankte sich in einer nächtlichen Videobotschaft bei der Bevölkerung der Ukraine, die Russland weiterhin Widerstand leiste. Dank dieser Hilfe sei man in der Lage gewesen, den Feind aufzuhalten. Es seien die Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer, die im Krieg gegen Russland einen Orden verdient hätten, so Selesnkyj.

Zum Abschied vom Nato-Gipfel in Brüssel trifft US-Präsident Joe Biden* mit der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammen. Dann fliegt er weiter in das östliche Nato-Land Polen, das direkt an die Ukraine grenzt. Etwa 2,2 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine sind bislang nach Polen eingereist, ein Großteil ist dort geblieben. Biden will sich erst in der grenznahen Stadt Rzeszow über den humanitären Einsatz zur Versorgung der Flüchtlinge informieren. Außerdem wird er in Polen stationierte US-Soldaten treffen und kommt zu Gesprächen mit der polnischen Führung in die Hauptstadt Warschau. (dil/dpa)

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