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„Gepard“-Panzer für die Ukraine: Bundesregierung ermöglicht Lieferung schwerer Waffen

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Von: Katja Thorwarth

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Ein Flakpanzer vom Typ Gepard soll demnächst von Deutschland aus in die Ukraine geliefert werden.
Ein Flakpanzer vom Typ Gepard soll demnächst von Deutschland aus in die Ukraine geliefert werden. © Maurizio Gambarini/dpa

Die Bundesregierung will Panzer-Lieferungen aus Beständen der Industrie an die Ukraine erlauben. 

Berlin - Die Ampel-Regierung steht wegen der Lieferung schwerer Waffen seit Wochen in der Kritik. Laut sind die Forderungen vonseiten der Ukraine, das Land militärisch stärker gegen den russischen Angriffskrieg zu unterstützen. Nicht nur innerhalb der Koalition herrscht Uneinigkeit, auch die Opposition legte zuletzt einen Vorschlag für einen Bundestagsbeschluss vor.

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hatte versichert, dass es sich hierbei nicht um „Taktiererei, sondern ein aufrichtiges Gesprächsangebot“ handeln würde. In dem Entwurf fordern CDU und CSU, in deutsche Waffenlieferungen „in Quantität und Qualität unverzüglich und spürbar“ zu investieren. Die Bundesrepublik müsse sich „seinen Verbündeten in EU und Nato anschließen und einen entschlossenen Beitrag zur Stärkung der ukrainischen Selbstverteidigungskräfte leisten – auch und gerade mit schweren Waffen“, hieß es im Antrag.

Ukraine-Krieg: Ampel-Regierung will Panzerlieferung ermöglichen

Jetzt scheint sich eine Kehrtwende anzudeuten. Wie die dpa berichtet, will die Bundesregierung nun eine Lieferung von Panzern aus Beständen der Industrie an die Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland erlauben. Dazu soll der Rüstungshersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) grünes Licht erhalten, um technisch aufgearbeitete „Gepard“-Flugabwehrpanzer aus früheren Beständen der Bundeswehr verkaufen zu können. Eine entsprechende Entscheidung wurde nach diesen Informationen im Grundsatz getroffen.

Krauss-Maffei Wegmann (KMW) verfügt über eine mittlere zweistellige Zahl dieser Panzer aus der aufgelösten Heeresflugabwehrabwehr der Bundeswehr. Der „Gepard“ kann auch im Kampf gegen Bodenziele im Ukraine-Konflikt eingesetzt werden. Die Bekämpfung von fliegenden Zielen im Verbund mit anderen Kräften gilt dagegen als technisch deutlich anspruchsvoller.

Ukraine-Krieg: Verhandlungen in Ramstein über Rüstung für Ukraine am heutigen Dienstag

Am heutigen Dienstag (26. April) wird mit Interesse eine Rede von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz erwartet. Auf Einladung der USA wollten dort Vertreter:innen zahlreicher Länder über den Ukraine-Krieg beraten. Zur Konferenz auf der größten US-Airbase außerhalb der Vereinigten Staaten hat US-Verteidigungsminister Lloyd Austin Vertreter aus rund 40 Staaten eingeladen.

Die Bundesregierung hat bei der Finanzierung des Militärs von einer „Zeitenwende“ gesprochen und will dazu ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr bereitstellen. In einem Ringtausch mit Partnern aus Osteuropa sollen der Ukraine Waffensysteme bereitgestellt werden, die dort bereits im Einsatz sind. Deutschland will die Niederlande und die USA zudem bei der Ausbildung ukrainischer Soldaten an Artilleriesystemen unterstützen. (ktho/afp)

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