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„Sehe kein Ende“: UN-Generalsekretär schließt Friedensgespräch im Ukraine-Krieg aus

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Von: Bona Hyun

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UN-Generalsekretär Antonio guterres beim Weltwirtschaftsforum in Davos
Keine Lösung in naher Zukunft: UN-Generalsekretär António Guterres glaubt noch nicht an Friedensgespräche im Ukraine-Krieg. © Gian Ehrenzeller/dpa

UN-Generalsekretär António Guterres glaubt noch an kein baldiges Kriegsende in der Ukraine. Für Friedensgespräche seien die Bedingungen nicht gegeben.

Davos – Kein Kriegsende in naher Zukunft: UN-Generalsekretär António Guterres glaubt derzeit noch nicht an Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine. Zwar gebe es ein „Ende für alles“ – doch momentan bestehen laut dem Generalsekretär keine Chance auf Friedensverhandlungen zwischen den Beteiligten. Das teilte Guterres bei seiner Ansprache auf dem Wirtschaftsforum in Davos mit.

Weltwirtschaftsforum Davos 2023: UN-Generalsekretär glaubt an kein Kriegsende in der Ukraine

Guterres betonte, dass es schwierig sei, den zum Krieg eskalierten Ukraine-Konflikt zu beenden, wenn zwei Länder „zwei verschiedene Vorstellungen über Russland und was Russland einmal war“ hätten. Eine Friedenslösung müsse auf Grundlage des Völkerrechts beschlossen werden. Doch die Bedingungen dafür sind laut Guterres noch nicht gegeben.

Weiterhin betonte Guterres bei seiner Rede in Davos, dass die Vereinten Nationen bereits mit der Ukraine und mit Russland im Gespräch über Friedensverhandlungen sei. Die Bemühungen sollten auch fortgesetzt werden, hieß es. Dazu zählen unter anderem Diskussionen über Gefangenenaustausch und der Austausch mit der Internationale Atomenergie-Organisation. „Wir tun alles, was wir können, um die Schäden und das Leid zu reduzieren“, wird Guterres auf der UN-Seite zitiert. Weitere Brücken müssten gebaut werden, um Frieden und Menschenrechte zu bewahren.

Ukraine-Krieg: Diskussionen über Ende und Friedenslösungen kommen auf

Seit geraumer Zeit gibt es Spekulationen über ein Kriegsende. Auch mögliche Lösungsansätze werden diskutiert. Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger hatte eine Lösung des Konflikts skizziert. Seiner Ansicht nach könnte der Krieg nur enden, wenn die Frontlinie entlang des Kriegsgebiets eingefroren wird. Zudem sprach sich Kissinger für einen Nato-Beitritt der Ukraine aus.

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