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Desinformation als Kriegstaktik: Falschmeldungen legen Grundstein für Invasion 

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Von: Marvin Ziegele

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Eine Karikatur des russischen Präsidenten Wladimir Putin des Künstlers Harry Greb. Russische Medien verbreiten im Ukraine-Konflikt gezielt Desinformationen.
Eine Karikatur des russischen Präsidenten Wladimir Putin des Künstlers Harry Greb. Russische Medien verbreiten im Ukraine-Konflikt gezielt Desinformationen. © Marilla Sicilia/imago-images

Die russischen Medien scheinen massive Falschinformationen über die Lage im Ukraine-Konflikt zu verbreiten. 

Moskau/Kiew – Der Ukraine-Konflikt erreicht einen kritischen Punkt. Zuletzt kündigte Russlands Präsident Wladimir Putin* an, Truppen in die Ostukraine entsenden zu wollen. Dabei nutzt Russland* die staatlichen Medien, um im eigenen Land, in der Ostukraine und bei Sympathisanten Rückendeckung für einen Angriffskrieg zu gewinnen.

Die Strategie scheint simpel, berichtet das Nachrichtenportal Axios. Dem Westen wird vorgeworfen, hysterische Warnungen vor einer nicht existenten Invasion auszusprechen. Dazu sollen russische Staatsmedien gezielt Falschmeldungen verbreiten. Axios benennt die drei häufigsten Falschmeldungen von RT, Sputnik News und Tass:

Ukraine-Konflikt: Russische Falschmeldungen in der Ukraine

Die russischen Staatsmedien seien laut Axios ein „asymmetrischer Vorteil“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dem gegenüber stehen die USA* unter Präsident Joe Biden* und der Westen, die sich mit unabhängigen Medien konfrontiert sehen. Zwar würde hier über Informationen des US-Geheimdienstes berichtet werden, die unabhängigen Medien stünden den Regierungserklärungen und Informationen jedoch oft skeptisch gegenüber.

Das zeigt sich auch in der Tatsache, dass russische Medien die Anwesenheit von über 100.000 russischen Soldaten häufig herunterspielten. Stattdessen wurde die Ansicht verbreitet, dass ukrainische Streitkräfte einen Angriff auf prorussische Separatisten planen würden, was die Ukraine* mehrfach abstritt.

Ukraine-Konflikt: Russische Medien spielen Aufmarsch von Soldaten herunter

Als die Führer der Separatisten schließlich anordnete, die Zivilbevölkerungen der umstrittenen Regionen zu evakuieren, nutzten die Staatsmedien von Russland die Gelegenheit, von Explosionen und Artilleriebeschuss zu berichten, die vonseiten der Ukraine stammen sollten.

Auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrates soll Russland ein Dokument an die anwesenden Mitglieder verteilt haben, das es als „gemeinsames Projekt des Untersuchungskomitees der Russischen Föderation und des RT News Channel“ bezeichnete. Darin wurden detaillierte Anschuldigungen über angebliche Kriegsverbrechen der Ukraine aufgelistet. „Jede dieser Anschuldigungen ist kategorisch falsch... und wir sollten in den kommenden Tagen mit weiteren Falschmeldungen der russischen Staatsmedien rechnen“, warnte ein hochrangiger US-Regierungsbeamter laut Axios.

Russlands „dilettantische“ Operationen im Ukraine-Konflikt

Experten sollen wiederholt darauf hingewiesen haben, wie „dilettantisch“ Russlands Operation unter falscher Flagge zu sein scheint. Das deutet darauf hin, dass Wladimir Putin sich nicht besonders darum kümmert, wie die Außenwelt die „Beweise“ der russischen Seite sieht.  

So sollen  beispielsweise Metadaten aus der Messaging-App Telegram zeigen, dass Videos pro-russischer Separatistenführer, die Tage zuvor „Notfall“-Evakuierungen aus der Ostukraine anordneten, tatsächlich Tage zuvor erstellt wurden. (Marvin Ziegele) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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