1. Startseite
  2. Politik

Ukraine-Konflikt: Bomben könnten „Minuten nach Befehl“ fallen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marvin Ziegele

Kommentare

Das russische Militär testet Bomben. Großbritannien hat alle verbleibenden Bürger in der Ukraine gewarnt. (Archivbild)
Das russische Militär testet Bomben. Großbritannien hat alle verbleibenden Bürger in der Ukraine gewarnt. (Archivbild) © Mladen Antonov/afp

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich zu. Die britische Regierung warnt vor russischen Bomben. 

London – In Großbritannien wächst die Sorge vor russischen Bomben. Die britische Regierung forderte alle Bürger auf, die Ukraine sofort zu verlassen, da Russland ohne Vorwarnung angreifen könnte.

Der britische Verteidigungsminister James Heappey sagte im Interview mit Sky News, Bomben aus Russland könnten innerhalb von „Minuten“ auf ukrainische Städte fallen, wenn der russische Präsident Wladimir Putin den Befehl zur Invasion gebe. „Dies ist keine Warnung vor etwas, das in drei Monaten passieren könnte, dies ist keine Warnung, auf die weitere Warnungen folgen werden.“

Ukraine-Konflikt: „Dies ist eine Warnung“

Der Verteidigungsminister ergänzte: „Dies ist eine Warnung, weil Minuten, nachdem Putin den Befehl gegeben hat, Raketen und Bomben auf ukrainischen Städten landen könnten, und das bedeutet, dass britische Bürger jetzt gehen sollten, solange sie noch die Möglichkeit dazu haben.“

Premierminister Boris Johnson will sich den Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts anschließen. Die Krise trete in eine „kritische Phase ein.“ Die britische Regierung räumte laut Informationen des Nachrichtenportals Independent ein, dass Russland „jeden Moment“ eine Invasion beginnen könnte.

Konflikt in der Ukraine: Nato-Beitritt der Ukraine ausgeschlossen?

Der ukrainische Botschafter im Vereinigten Königreich, Vadym Prystaiko, hatte angedeutet, dass das Land seine Ambitionen auf einen Nato-Beitritt aufgeben könnte, um einen Krieg mit Russland zu vermeiden.

Er erklärte gegenüber BBC Radio 5, dass das Land aufgrund von Drohungen und Erpressungen „ernsthafte Zugeständnisse“ in Erwägung ziehen würde – einschließlich, so schien er anzudeuten, der Streichung des Ziels eines Nato-Beitritts aus der ukrainischen Verfassung. Später stellte der Botschafter seine Äußerungen jedoch klar und erklärte, dass die Ukraine ihr Ziel, Nato-Mitglied zu werden, nicht aufgeben werde.

„Um einen Krieg zu vermeiden, sind wir zu vielen Zugeständnissen bereit, und genau das tun wir auch in den Gesprächen mit den Russen“, sagte Prystaiko der BBC. „Das hat nichts mit der Nato zu tun, die in der Verfassung verankert ist.“
Russland hat mehr als 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine stationiert. Seit Wochen wächst die Angst vor einem Krieg in Europa. Auch die USA unter Präsident Joe Biden haben eine Warnung an alle US-Bürger in der Ukraine ausgesprochen. (Marvin Ziegele)

Auch interessant

Kommentare