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Ukraine-Konflikt: „Sind auf das Schlimmste vorbereitet“ – Klitschko schickt neuen Hilferuf nach Deutschland

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Von: Tobias Utz

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Vitali Klitschko fordert weitere Unterstützung für die Ukraine. Eine russische Invasion sei erst der Anfang, betont der Bürgermeister von Kiew.

Kiew – Der Ukraine-Konflikt spitzt sich weiter zu. Auf eine Warnung vor einer russischen Invasion aus den USA reagierten zahlreiche Staaten mit dem Abzug von Botschaftsangehörigen. Deutschland sprach zudem eine Reisewarnung aus. Russland* dementierte alle Meldungen zu potenziellen Einmarschplänen. Derweil geht das Wettrüsten weiter. In ukrainischen Nachbarstaaten führte der Kreml seit Freitag Militärübungen mit Tausenden Soldatinnen und Soldaten durch.

Eines der bekanntesten Gesichter im Ukraine-Konflikt ist mittlerweile Vitali Klitschko. Der Bürgermeister von Kiew richtete wiederholt seinen Appell an Deutschland. „Wir sind in der Ukraine auf das Schlimmste vorbereitet, die Welt muss uns jetzt beistehen“, sagte Klitschko der Bild-Zeitung. Die Invasion in der Ukraine sei erst der Anfang der russischen Planungen. Klitschko warnte vor einer Expansion Russlands im kompletten Baltikum.

Ukraine-Konflikt: Klitschko warnt vor Russlands Invasion

„Wenn Olaf Scholz und andere Staatschefs jetzt mit Wladimir Putin* sprechen, sollten sie ihm eines klarmachen: Unser ganzes Land wird sich gegen einen Angriff wehren und er wird schwere Konsequenzen haben“, so Klitschko. Bundeskanzler Olaf Scholz reist am Montag zu diplomatischen Gesprächen nach Kiew und am Dienstag nach Moskau.*

Ukraine-Konflikt
Vitali Klitschko, Ex-Profiboxer und Bürgermeister von Kiew. (Archivfoto) © Sergei Supinsky/AFP

Russland strebe danach, eine Weltmacht zu werden „und der Westen sollte wissen, dass nach der Ukraine die baltischen Staaten dran sein werden“, so der ehemalige Boxweltmeister. Er kündigte zudem an: „Wenn eine militärische Aggression beginnt, dann werde ich ein Sturmgewehr nehmen und für die Ukraine kämpfen gehen.“

Russland hat an der Grenze zur Ukraine mittlerweile mehr als 130.000 Soldatinnen und Soldaten zusammengezogen. (tu/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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