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Ukraine-Konflikt: Russlands Invasion startet - Warnung vor „Todesliste“

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Von: Tobias Utz

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Russland hat Streitkräfte in die Ukraine entsandt. Nun wächst die Angst vor einem Krieg. Eine „Todesliste“ sorgt für Verunsicherung.

Update vom Dienstag, 22.02.2022, 08.30 Uhr: Nachdem Russland erste Truppen in die Ukraine entsendet hat, spitzt sich die Lage im internationalen Konflikt weiter zu. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Entscheidung des Kreml, eine Invasion einzuleiten, am Dienstagmorgen scharf.

Ukraine-Konflikt
Die russische Armee bei einem Militärmanöver. (Archivfoto) © SNA/Imago Images

Am Montag war eine „Todesliste“ öffentlich geworden, vor welcher die USA eindringlich warnten. Darauf sollen sich zahlreiche Personen befinden, die bei einer russischen Invasion „getötet oder in Lager geschickt“ werden (s. Erstmeldung).

Ukraine-Konflikt: USA warnen vor Russlands „Todesliste“ bei Invasion

Erstmeldung vom Montag, 21.02.2022, 14.30 Uhr: Washington D.C./Moskau – Seit Wochen wird vor einem Einmarsch Russlands* in der Ukraine* gewarnt. Die Prognose der US-Geheimdienste, dass die Invasion in der siebten Kalenderwoche beginne, erwies sich jedoch als falsch. Mittlerweile haben US-Präsident Joe Biden* und die CIA eine neue Prognose herausgegeben. In den „kommenden Tagen“ sei mit der Invasion zu rechnen, hieß es am Wochenende.

Für den Fall eines russischen Einmarsches warnen die USA* vor einer „Todesliste“ des Kreml. Darauf sollen zahlreiche Menschen aus der Ukraine stehen, die bei einem Einmarsch „getötet oder in Lager geschickt“ werden. Die Liste schickten die USA am Montag (21.02.2022) der Vereinten Nationen, um darauf aufmerksam zu machen. Im Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, zeigte sich die Biden-Regierung „zutiefst besorgt“ und warnte vor einer „Menschenrechtskatastrophe“.

Ukraine-Konflikt: Russland vor Invasion? USA warnen „Todesliste“

Grundlage der Warnung seien „glaubwürdige Informationen“, welche „darauf hindeuten, dass russische Streitkräfte Listen identifizierter Ukrainer erstellen, die nach einer militärischen Besetzung getötet oder in Lager geschickt“ werden sollten. „Wir haben außerdem glaubwürdige Informationen, dass russische Streitkräfte wahrscheinlich tödliche Maßnahmen ergreifen werden, um friedliche Proteste aufzulösen oder friedlichem Widerstand der Zivilbevölkerung auf andere Weise entgegenzuwirken“, heißt es weiter. Zudem seien bei einer russischen Invasion Menschenrechtsverletzungen wie Folter oder Entführungen möglich. Ethnische sowie religiöse Minderheiten könnten Ziel derartiger Gräueltaten werden.

Russland im Ukraine-Konflikt
Ein bemannter Panzer der russischen Armee. (Archivfoto) © Vyacheslav Oseledko/AFP

Laut Angaben verschiedener westlicher Geheimdienste hat Russland mittlerweile zwischen 150.000 und 200.000 Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine postiert. Der Kreml begründet diesen Aufmarsch damit, sich von der Nato* bedroht zu fühlen. (tu/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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