1. Startseite
  2. Politik

Russland weist ein Drittel der deutschen Diplomaten aus

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Sergej Lawrow ist russischer Außenminister. Russland hat während des Ukraine-Konflikts weitere Diplomaten des Landes verwiesen.
Sergej Lawrow, russischer Außenminister. (Archivfoto) © Imago Images

Die Zahl der Diplomaten, die Russland wegen des Ukraine-Konflikts verlassen, wächst. Nun müssen auch 40 deutsche Diplomaten gehen.

Update vom Montag, 25. April, 15.34 Uhr: Russland hat 40 deutsche Diplomaten zu „unerwünschten Personen“ erklärt und damit deren Ausweisung verfügt. Dem deutschen Botschafter in Moskau sei am Montag (25. April) ein Protestschreiben gegen die unfreundliche Politik Berlins und gegen die Ausweisung von 40 russischen Diplomaten Anfang April übergeben worden, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Die Zahl entspricht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur etwa einem Drittel des deutschen diplomatischen Korps in Russland. Bereits in der vergangenen Woche wurden 36 europäische Diplomaten des Landes verwiesen.

Erstmeldung vom Dienstag, 19. April, 16.31 Uhr: Moskau – Der Ukraine-Krieg* wird nicht nur mit Waffen geführt. Nachdem zahlreiche europäische Länder, darunter auch Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, in der letzten Woche dutzende russische Diplomaten ausgewiesen haben, zieht Russland nun nach. 36 europäische Diplomaten sollen das Land verlassen, teilte das Außenministerium in Moskau* am Dienstag (19.04.2022) mit.

Ukraine-Konflikt: Diplomaten aus Belgien und den Niederlanden müssen Russland verlassen

21 Diplomaten aus Belgien und 15 weitere aus den Niederlanden seien während des Ukraine-Konflikts* zu unerwünschten Personen erklärt worden, heißt es in einer Mitteilung des russischen Außenministeriums. Der Grund: Es handele sich um eine Vergeltungsmaßnahme für die Ausweisung russischer Diplomaten im Zusammenhang mit Russlands Militäreinsatz in der Ukraine.

Betroffen sind nach Ministeriumsangaben 14 Mitarbeiter der niederländischen Botschaft in Moskau und ein Mitarbeiter des niederländischen Generalkonsulats in St. Petersburg. Sie müssten Russland* innerhalb von zwei Wochen verlassen, hieß es weiter. Der niederländische Außenminister Wopke Hoekstra erklärte, er „bedauere“ die Entscheidung Moskaus.

Ukraine-Konflikt: Russland bestellt luxemburgischen Botschafter ein

Das russische Außenministerium bestellte zudem nach eigenen Angaben am Dienstag den luxemburgischen Botschafter ein, um „entschieden“ gegen die Ausweisung eines russischen Diplomaten aus Luxemburg zu protestieren. Russland behalte sich „das Recht auf Vergeltungsmaßnahmen“ für diesen „unfreundlichen und unbegründeten“ Schritt vor, erklärte das Ministerium.

Als Gründe für die Ausweisung der russischen Diplomaten gaben einige Länder explizit den russischen Militäreinsatz in der Ukraine* an. In anderen Fällen ging es um Spionagevorwürfe. (AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare