1. Startseite
  2. Politik

Ukraine-Konflikt: Zahl der zivilen Opfer steigt, Gaspipeline getroffen – das geschah in der Nacht

Erstellt:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Ukraine-Konflikt: Menschen suchen im Bahnhof in Lviv (Lemberg) Zuflucht vor den Kämpfen.
Ukraine-Konflikt: Menschen suchen im Bahnhof in Lviv (Lemberg) Zuflucht vor den Kämpfen. © DANIEL LEAL/AFP

Aus der ganzen Ukraine werden schwere Kämpfe gemeldet. Ein Öldepot brennt. Menschen suchen Schutz in U-Bahn-Höfen.

Kiew - Russische Truppe sind weiter in die Ukraine vormarschiert. Den Streitkräften sei befohlen worden, „die Offensive aus allen Richtungen zu erweitern“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Sie stießen dabei weiter auf heftigen Widerstand. Ein Überblick über die Lage in der Nacht zum Sonntag (27. Februar):

Nach ukrainischen Angaben wurden seit Beginn des russischen Angriffskriegs 198 Zivilisten getötet, darunter drei Kinder. Mehr als 1100 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Viele Angaben zu den Kämpfen lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

Ukraine-Konflikt: Russische Truppen laut Pentagon „frustriert“

Nach US-Angaben kommen die Russen aber langsamer voran, als erwartet. Die westlichen Staaten beschlossen indes weitere Sanktionen, etwa einen Swift-Ausschluss, um Russland wirtschaftlich erheblich zu schaden.

Die Bundesregierung hatte zuvor nach langem Zögern auch Waffenlieferungen an die Ukraine zugestimmt: Deutschland schickt 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen aus Bundeswehr-Beständen. Auch Belgien*, die Niederlande* und Tschechien* kündigten Waffenlieferungen an.

Russlands Großangriff auf die Ukraine hatte am Donnerstagmorgen (24. Februar) begonnen und weltweit für Entsetzen gesorgt. Die EU, Großbritannien und die USA* verhängten neue Sanktionen gegen Russland - auch gegen Kreml-Chef Wladimir Putin* und seinen Außenminister Sergej Lawrow persönlich. Die Nato beschloss einen deutlichen Ausbau ihrer Präsenz an der Ostflanke.

Polen hat nach Regierungsangaben seither bereits 115.000 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Zehntausende weitere Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare