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Kampf um Kiew: Erste russische Angriffe abgewehrt

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Von: Max Schäfer

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Russland startet eine Offensive auf Kiew. Die Ukraine kann den Angriff zunächst abwehren.

Kiew – Nach heftigen Kämpfen um Kiew hat die Ukraine* die Hauptstadt unter Kontrolle. Russische Angriffe seien erfolgreich abgewehrt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der selbst in der Stadt geblieben ist, am Samstag (26.02.2022). Gruppen russischer Soldaten hätten versucht, nach Kiew zu gelangen, um die Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen und die Regierung zu vernichten, erklärte der Präsidentenberater Mychajlo Podolak der Agentur Unian zufolge.

„Wir haben uns behauptet und wehren feindliche Angriffe erfolgreich ab“, sagte Selenskyj. Zwar werde in vielen Regionen der Ukraine weiter gekämpft. E sei aber „die ukrainische Armee, die Kiew und wichtige Städte rund um die Hauptstadt kontrolliert“.

Ukraine-Konflikt - Kiew
Nach dem nächtlichen Angriff durch Russland kontrollieren ukrainische Soldaten die Hauptstadt Kiew. © Emilio Morenatti/dpa

Kämpfe in Kiew: Ukraine wirft Russland Angriffe auf Zivilisten vor

Selenskyj warf Russland* erneut vor, zivile Ziele angegriffen zu haben. „Der Feind hat alles gegen uns eingesetzt: Raketen, Kampfflugzeuge, Drohnen, Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge, Fallschirmjäger“. Es sei der russischen Armee jedoch nicht gelungen, den Widerstand zu brechen.

Nach den nächtlichen Kämpfen erklärte auch Bürgermeister Vitali Klitschko, Kiew sei weiterhin in der Hand der Regierung. „Die Nacht war schwer, doch es gibt keine russischen Truppen in der Stadt“, sagte Klitschko in einem am Samstagmorgen (26.02.2022) verbreiteten Video auf Telegram. „Der Feind versucht, in die Stadt vorzudringen“, betonte Klitschko dennoch. Er rief die Bevölkerung auf, sich Sicherheit zu bringen. „Bleibt in den Bombenschutzkellern, denn der Feind greift aus der Luft an.“

Ukraine-Konflikt: Russlands Angriff auf Kiew abgewehrt

Die Infrastruktur in Kiew funktioniert laut Klitschko nach dem russischen Angriff in der Nacht zu Samstag (26.02.2022). Die U-Bahn fahre. Klitschko forderte dazu auf, mutmaßliche Markierungen von Angriffszielen auf Häusern zu entfernen. „Wir haben Kontrollpunkte eingerichtet, daher wird die Bewegung in der Stadt eingeschränkt und erschwert“, erklärte der Bürgermeister außerdem. Er forderte die Menschen zum Durchhalten auf: „Es wird schwer, aber wir sind verpflichtet durchzuhalten, denn die Armee ist mit uns, die Gebietsverteidigung ist mit uns, die Gerechtigkeit ist mit uns.“

Beim Angriff auf Kiew versuchten russische Soldaten laut ukrainischen Angaben große Zahlen von Streitkräften und Militärtechnik in die Stadt zu bringen. Dort seien außerdem russische Saboteure aktiv, gegen die ukrainische Sicherheitskräfte erfolgreich vorgingen. In den Außenbezirken kämpfe die Armee gegen die russischen Angreifer, so Mychajlo Podolak. Die Angaben können jedoch nicht unabhängig überprüft werden. Augenzeugen berichteten von Dutzenden Detonationen in Kiew. Auch zahlreiche Schüsse seien zu hören gewesen. (ms/AFP/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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