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Ukraine: Ärger wegen Nord-Stream 2 – Präsident sagt Treffen mit Baerbock ab

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Von: Nail Akkoyun

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Bundesaußenministerin Annalena Baerbock besucht derzeit die Ukraine. (Archivfoto)
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock besucht derzeit die Ukraine. (Archivfoto) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Das für heute geplante Treffen zwischen Außenministerin Baerbock und Ukraine-Präsident Selenskyj wurde abgesagt. Über den Grund wird spekuliert.

Kiew – Das für den Dienstag (08.02.2022) geplante Treffen zwischen Bundesaußenministerin Annalena Baerbock*(Grüne*) und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist abgesagt worden. Dies berichtete CNN-Moderator Jake Tapper auf Twitter unter Berufung auf eine anonyme ukrainische Quelle.

Demnach sei Selenskyj darüber erbost, dass Baerbock im Gegensatz zu US-Präsident Joe Biden nicht klargestellt hatte, dass die Gaspipeline Nord Stream 2 im Falle einer russischen Invasion nicht in Betrieb gehen könne. Zudem ärgere sich der Ukraine-Präsident über fehlende militärische Unterstützung aus Deutschland. Die Absage, die mittlerweile bestätigt wurde, wird offiziell jedoch mit Terminschwierigkeiten begründet.

Ukraine-Konflikt: Annalena Baerbock informiert sich an Frontlinie im Donbass

Bundeskanzler Olaf Scholz* (SPD*) sagte im CNN-Interview mit Tapper noch am Montagabend (07.02.2022), dass er nicht wisse, was der Grund für Selenskys Absage sei. Baerbock selbst begab sich am Dienstag noch an die Frontlinie zwischen ukrainischen Regierungstruppen und den von Russland* unterstützten Separatisten im Konfliktgebiet Donbass.

Geschützt mit Helm und schusssicherer Weste ließ sie sich von einem Kommandeur der ukrainischen Regierungstruppen die aktuelle militärische Lage erklären, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Nach UN-Schätzungen sind im Donbass seit dem Jahr 2014 mehr als 14.000 Menschen bei Kämpfen getötet worden.

Annalena Baerbock will heute „ein klares Signal senden.“ Man schaue gemeinsam als Europäer:innen nicht weg. Sollte die Lage weiter eskalieren, kündigte die Grünen-Politikerin bereits „eine Reihe von harten Maßnahmen“ gegenüber Russland an. (nak) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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