Flüchtlinge

Übergangsstellen für Flüchtlinge vereinbart

Deutschland und Österreich haben sich darauf geeinigt, an der Grenze zu Bayern fünf Übergabestellen für Flüchtlinge einzurichten. Eine Obergrenze ist offenbar doch nicht geplant.

Deutschland und Österreich haben sich auf ein Verfahren zur Bewältigung der Flüchtlingsströme an der Grenze verständigt. An der Grenze zu Bayern gebe es ab sofort fünf Übergabe- und Kontrollstellen, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Freitagabend in Berlin. Damit wolle man zu einem "strukturierten und geordneten Verfahren" zurückkehren. Lange Wartezeiten wie in den vergangenen Tagen sollten so vermieden werden.

Vor allem im Raum Passau kam es zu chaotischen Szenen, weil Hunderte aus Österreich kommende Flüchtlinge oft unabgestimmt an der Grenze abgesetzt wurden. Familien mit kleinen Kindern mussten stundenlang in der Kälte ausharren. Einige wurden wegen Unterkühlungen behandelt.
Am Donnerstag zählte die Bundespolizei in Bayern 7700 Einreisen. Am Mittwoch waren es 8150, am Dienstag 7200 und am Montag 9700. Eine Obergrenze pro Tag sei nicht geplant und würde auch nicht funktionieren, sagte die Sprecherin von Innenminister Thomas de Maiziere.

Er hatte ebenso wie der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer die österreichische Regierung für ihr Vorgehen in der Flüchtlingskrise kritisiert. (rtr)

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