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Polizisten sichern das Wohnhaus in Chemnitz, in dem Sprengstoff gefunden wurde.
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Polizisten sichern das Wohnhaus in Chemnitz, in dem Sprengstoff gefunden wurde.

Terror-Alarm in Chemnitz

Was wir über den Syrer wissen - und was nicht

In einer Chemnitzer Wohnung wird Sprengstoff gefunden. Der Verdächtige, ein 22 Jahre alter Syrer, ist auf der Flucht. Welche Fakten gibt es bislang?

Bei einem Anti-Terror-Einsatz wird hochbrisanter Sprengstoff in einer Chemnitzer Wohnung gefunden. Die Polizei fahndet bundesweit nach einem verdächtigen Syrer. In dem Fall drängen sich Fragen auf, vieles ist noch unklar.

Was wir wissen:

- Hauptverdächtiger ist der Syrer Dschaber al-Bakr, geboren am 10. Januar 1994 in Sasa, einem Ort südlich von Damaskus. Er wurde vom Verfassungsschutz beobachtet, zu ihm lagen «Erkenntnisse» vor. - Der Hinweis auf die später vom Spezialeinsatzkommando gestürmte Wohnung kam am Freitag vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Der 22-Jährige soll sich in der Wohnung aufgehalten und einen Bombenanschlag vorbereitet haben. - Mieter der Wohnung ist eine «Kontaktperson» des Flüchtigen, er soll allein dort gemeldet sein. Als sie gestürmt wurde, war sie leer.

Was wir nicht wissen:

- Ob Dschaber al-Bakr als Flüchtling nach Deutschland kam, wo er lebte und wie lange er in Chemnitz war, geben die Behörden bisher nicht bekannt. - Es ist offen, ob der Verdächtige bewaffnet ist und Sprengstoff dabei hat und wenn ja, wie viel. - Handelte der Hauptverdächtige aus eigenem Antrieb oder hatte er Hintermänner im Ausland? Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll er Kontakte zur Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) haben. Ein im September in Köln festgenommener 16-jähriger Flüchtling aus Syrien erhielt nach Ermittler-Angaben von einem Chatpartner im Ausland Anweisungen zum Bombenbau. - Über mögliche Anschlagsziele des Syrers aus Chemnitz ist bisher nichts bekannt. Weder der Verfassungsschutz noch die Polizei wollten sich zu einem «Focus»-Bericht äußern, wonach ein deutscher Flughafen angegriffen werden sollte. - Wie und warum der offenkundig observierte 22-Jährige verschwinden konnte, ist offen. Vor dem Eindringen der Polizei in die Wohnung wurden Nachbarn gewarnt und zum Verlassen des Hauses aufgefordert. Angesichts der Tatsache, dass es um einen Sprengstoffverdacht ging, musste sensibel vorgegangen werden, vor allem in einem Wohngebiet, sagte ein LKA-Sprecher. Warum die Wohnungstür aufgesprengt wurde - es gab laut Polizei dabei eine Explosion -, dafür gibt es noch keine Erklärung. (dpa)

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