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N-Wort auf Twitter: Superstar fordert Musk auf, Maßnahmen zu ergreifen

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Von: Johannes Skiba

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Elon Musk hat Twitter gekauft. Zahlreiche anonyme Trolle testen nun mit rassistischen Äußerungen die neuen Regeln der Plattform.

Frankfurt – Die Übernahme von Twitter durch Elon Musk ist erst ein paar Tage her, doch schon jetzt gibt es zahlreiche rassistische Vorfälle auf der Plattform. Twitter ist durch Musk im Umbruch. Durch die neue Unternehmenspolitik sollen beispielsweise einige gebannte Twitter-Accounts wieder reaktiviert werden. Auch das Spektrum an Schimpfwörtern und Beleidigungen, die eine Profilsperre nach sich ziehen, könnte sich zukünftig unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung deutlich ändern.

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Basketball Superstar LeBron James reagiert auf den Anstieg des N-Wortes bei Twitter. © Kluckhohn/imago

Laut eines Berichts der Washington Post hat eine große Gruppe anonymer Trolle unmittelbar nach der Twitter-Übernahme von Elon Musk eine große Anzahl an rassistischen Beleidigungen und Nazi-Memes auf die beliebte Plattform gebracht. Die Verwendung des N-Worts verzeichnete laut des Network Contagion Research Institute in den Stunden nach der Übernahme einen 500-prozentigen Anstieg auf Twitter. Nun äußerte sich Basketball-Star LeBron James zu dem wachsenden Ausmaß rassistischer Äußerungen auf Twitter und forderte Elon Musk zum Handeln auf.

Elon Musk: Intransparenter Moderationsrat soll über weiteres Vorgehen bei Twitter entscheiden

Passenderweise nutzte der NBA-Star die Social-Media-Plattform, um sich direkt an den neuen Twitter-Chef zu wenden: „Ich kenne Elon Musk nicht und, ehrlich gesagt, ist es mir auch egal, wem Twitter gehört. Aber wenn es wahr ist, hoffe ich, dass er und seine Leute es sehr ernst nehmen, denn es ist sehr beängstigend. So viele verdammt unfähige Leute, die Hassrede als freie Meinungsäußerung bezeichnen.“

Am Freitag kündigte Musk ebenfalls via Twitter an, dass „keine größeren Inhaltsentscheidungen oder Kontowiederherstellungen“ stattfinden werden. Musk fügte an, es sei stattdessen eine Art Moderationsrat einberufen worden, der über die zukünftige Handhabung und Richtlinien von Twitter bestimmen soll. Noch gebe es „sehr unterschiedliche Standpunkte.“ Weitere Angaben zu dem genannten Gremium macht der 51-Jährige nicht, sodass bislang keine Information zur Größe, Zusammenstellung oder Kompetenz des Rates bekannt sind. Solange keine Entscheidungen getroffen werden, werden die zahlreichen rassistischen Äußerungen nur zögerlich gelöscht.

Donald Trump: Twitter-Rückkehr unwahrscheinlich

Der Account, über dessen Rückkehr aufgrund der Musk-Übernahme häufig diskutiert wurde, ist der von Donald Trump. Das Profil des früheren Präsidenten wurde im Januar 2021 gesperrt, um eine weitere Anstachelung durch Trump im Rahmen des Sturms auf das Kapitol zu verhindern. Musk wiederum will offenbar lebenslange Verbote aufheben. Am Freitag kam es noch nicht zu einer Reaktivierung.

Trump äußerte sich gegenüber seinem Lieblingssender Fox News. Er wolle bei seiner eigenen Plattform Truth Social bleiben, selbst wenn eine Rückkehr zu Twitter möglich wäre. „Ich glaube nicht, dass Twitter ohne mich erfolgreich sein kann“, prognostizierte Trump gewohnt selbstbewusst. (Johannes Skiba)

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