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„Nur Mutanten überleben“: Warnung vor „Nuklear-Krieg“ im russischen Staatsfernsehen

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Von: Daniel Dillmann

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In der Ukraine tobt weiter der Krieg mit Russland. Von der Heimatfront aus droht der als „Putins Stimme“ bekannte Moderator Wladimir Solowjow dem Feind und seinen Verbündeten.

Moskau – In Russland bleibt der Ton beißend. Spätestens seit der Ukraine-Konflikt zu einem Krieg geworden ist, haben sich die Moderatorinnen und Moderatoren im russischen Staatsfernsehen als Scharfmacher verdingt. Auch nach mehr als hundert Tagen Waffengang scheint sich daran gar nichts zu ändern. Wladimir Rudolfowitsch Solowjow, Fernsehmoderator bei Russia 1, warnte die Nato davor, die Ukraine weiter zu unterstützen. Die Folge wäre ein „massiver Nuklear-Krieg, den nur Mutanten überleben“. Zuerst darüber berichtet hatte das amerikanische Nachrichtenportal Newsweek.

Solowjow gilt in Russland schon seit langem als Verbündeter von Präsident Wladimir Putin. Im Staatsfernsehen warnte er im Zuge des Ukraine-Kriegs die internationale Staatengemeinschaft davor, „auf die blutige Seite der Weltgeschichte“ abzudriften. „Wenn alles so weiter geht wie bisher, werden nur einige Mutanten im Baikalsee überleben. Der Rest der Welt wird in einem massiven Nuklearschlag untergehen.“ Der Baikalsee ist ein über 700 Meter tiefer See in Sibirien. Er gilt als der tiefste See der Welt.

Russlands Chef-Propagandist im Ukraine-Krieg: „Und dann geht es los“

Dem Westen empfahl Solowjow, Waffenlieferungen an Kiew sofort zu unterbinden. Nur so könne eine weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs verhindert werden. Zahlreiche Mitgliedsstaaten der Nato schicken seit mehreren Wochen teils schwere Waffen in die Ukraine. Laut der Nachrichtenagentur Al Jazeera befinden sich darunter hochmoderne Artillerie-Systeme aus den USA, Kampfdrohnen aus der Türkei, Munition und Satellitenbilder aus Kanada sowie Radarerfassungssysteme aus Deutschland.

Ukraine-Krieg
Eine Fußgängerzone in Moskau. © Alexander Nemenov / AFP

Sollten die Westmächte weiter im immer mehr eskalierenden Ukraine-Krieg derart aktiv bleiben, dann bleibe ein Vernichtungskrieg mit Russland wohl nicht aus. „Wenn die Nato glaubt, sie könne an unseren Grenzen platzieren, was sie will, wenn sie immer mehr Waffen in die Ukraine schicken, dann wird die Ukraine damit auch schießen und eines Tages werden sie eines unserer Kernkraftwerke treffen. Und dann geht es los“, führte Solowjow aus. „Alles bewegt sich in diese Richtung, unabhängig davon, was eine Seite will“, ergänzte er und spielte damit wohl auf die Regierung im Kreml an. Die hatte bislang einen Nuklearschlag im Ukraine-Krieg ausgeschlossen. (dil)

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