Donald Trump vor Medienvertetern
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US-Präsident Donald Trump genießt die alleinige Aufmerksamkeit vor eingeschalteten Kameras und Mikrofonen.

US-Wahl 2020

Donald Trump das Mikro abdrehen: Neue Regeln für TV-Duell zur US-Präsidentschaftswahl

Beim nächsten TV-Duell zur US-Präsidentschaftswahl werden die Regeln verschärft. Die Moderatorin und der Moderator können etwa die Mikrofone von Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden abschalten.

  • Die Regeln für das TV-Duell am Donnerstag zwischen US-Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden werden verschärft.
  • Der Moderator des TV-Duells kann die Mikrofone der beiden Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl nun stumm stellen.
  • Trumps Wahlkampfmanager kritisiert die Regeländerungen für die anstehende Debatte zur US-Wahl 2020.

Washington – Nach dem chaotischen ersten TV-Duell zwischen US-Präsident Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden werden die Regeln für ihr nächstes Zusammentreffen angepasst. Teilweise soll das Mikrofon eines Kandidaten stummgeschaltet werden während der andere spricht, wie die zuständige unabhängige Kommission (CPD) US-Medien zufolge am Montagabend mitteilte. Damit sollen gegenseitige Unterbrechungen der Kandidaten bei der Debatte am Donnerstag (Freitagmorgen MESZ) reduziert werden.

Zu jedem neuen Themenkomplex dürfen Donald Trump und Joe Biden wie gehabt jeweils zwei Minuten Stellung nehmen, aber dabei wird jetzt nur das Mikrofon des Kandidaten eingeschaltet sein, dem der Moderator das Wort erteilt. Für jedes Thema sind rund 15 Minuten Gespräch vorgesehen - für den Großteil des TV-Duells werden daher beide Mikrofone eingeschaltet bleiben, um einen Austausch der Ideen zu gewährleisten, wie die Kommission erklärte.

TV-Duell zur US-Wahl 2020: Trump und Biden sollen Sprechzeit respektieren

Man hoffe, dass die Kandidaten dabei die Sprechzeit ihres Gegenübers respektieren würden, „um zum Vorteil der Zuschauer einen zivilen Austausch zu fördern“, hieß es weiter. Beide Kandidaten sollten in der Summe etwa auf die gleiche Sprechzeit kommen. Falls ein Kandidat durch Unterbrechungen Zeit verliere, würde dieser jene Zeit extra gutgeschrieben bekommen, hieß es in der Pressemitteilung.

Die Kommission erklärte, die Anpassung der Regeln werde wohl keines der beiden Wahlkampfteams zufriedenstellen. Für manche gingen die Änderungen nicht weit genug, andere lehnten auch diese ab. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahmen das richtige Maß darstellen und dass sie im Interesse der Menschen in Amerika sind, für die diese Debatten stattfinden“, erklärte die Kommission.

US-Wahl 2020: Donald Trumps Wahlkampfmanager übt Kritik an neuen Regeln für TV-Duell

Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien erklärte, der Präsident werde trotz der „Regeländerung in letzter Minute“ an dem TV-Duell teilnehmen. Er warf der unabhängigen Kommission vor, parteiisch zu sein. In der ersten Debatte Ende September hatte Trump Biden sehr häufig unterbrochen, was zu teils chaotischen Szenen führte. Auch Biden unterbrach Trump mehrfach, der Moderator schien teils hilflos.

Ursprünglich waren drei TV-Duelle zwischen Trump und Biden geplant gewesen. Das zweite wurde jedoch abgesagt: Die Kommission hatte wegen Trumps Covid-19-Erkrankung das Format geändert und wollte die Kandidaten anstatt einer persönlichen Begegnung online zusammenschalten. Trump lehnte das ab. (jsc/dpa)

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