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Von immer mehr Seiten regt sich Kritik an Recep Tayyip Erdogan. (Archivbild)
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Von immer mehr Seiten regt sich Kritik an Recep Tayyip Erdogan. (Archivbild)

Antisemitismus-Vorwurf

„Antisemitische Hetze“ – Özdemir will das deutsche „Kuscheln“ mit Erdogan beenden

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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Wenn es nach dem Grünen-Politiker Cem Özdemier geht, müssen gegenüber Recep Tayyip Erdogan in Deutschland ganz andere Töne angeschlagen werden.

Berlin - Recep Tayyip Erdogan hat mit seinen jüngsten Äußerungen zum Nahostkonflikt für Empörung und harsche Kritik gesorgt. Der türkische Präsident bezeichnete Israel als „Terrorstaat“ und stellte die Behauptung auf, Terror gegen Palästina liege „in der Natur Israels“.

In Deutschland wird massive Kritik an dem türkischen Präsidenten laut. So machte der bayerische Innenminister, Joachim Hermann, Erdogan mitverantwortlich für antisemitische Straftaten in Deutschland. Denn die Reden Erdogans würde viele erst aufstacheln. Nun erhebt auch der Grünen-Politiker Cem Özdemir schwere Vorwürfe gegen den türkischen Machthaber.

Özdemir kritisiert „antisemitische und israelfeindliche Hetze Erdogans“

„Es gibt verschiedene Formen des Antisemitismus, und jede muss gleichermaßen bekämpft werden“, betonte Özdemir gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Gegen den Präsidenten der Türkei müsse ein härterer Kurs eingeschlagen werden. „Die nächste Bundesregierung wird, wenn ihr die Grünen angehören, das Kuscheln mit Erdogan sofort beenden“, ist Özdemir sich mit Blick auf seine Partei und die Bundestagswahl 2021 sicher und fordert: „Die massive antisemitische und israelfeindliche Hetze Erdogans muss Konsequenzen haben. Die jetzige Regierung und auch die Länder müssen Staatsverträge auf Eis legen.“

Doch auch das Bundesland NRW bleibt von Kritik nicht verschont. So moniert der Grüne, dass der Religionsunterricht dort weiter in Kooperation mit der Ditib gestaltet wird. „Wer das tut, muss sich schon kritisch fragen lassen, wie das zu den aktuellen Erklärungen zum Antisemitismus passt“, so Özdemir. Das Bundesland Hessen hat die Zusammenarbeit mit Ditib bereits beendet. „Es fehlt Ditib Hessen an der notwendigen Unabhängigkeit“ hatte Kultusminister Alexander Lorz erklärt.

Nach Terror-Vorwurf Erdogans hagelt es auch von seiten der USA harsche Kritik

Mit solch harten Worten steht Chem Özdemir nicht alleine da. Auch die US-Regierung warf dem Erdogan bereits Antisemitismus vor. Nach dem Terror-Vorwurf des türkischen Präsidenten an Israel erklärte ein Sprecher des Außenministeriums der USA: „Die Vereinigten Staaten verurteilen die jüngsten antisemitischen Äußerungen von Präsident Erdogan über das jüdische Volk auf das Schärfste und schätzen sie als verwerflich ein“, und fügt an: „Wir fordern Präsident Erdogan und andere türkische Politiker auf, aufwieglerische Bemerkungen zu unterlassen, die zu weiterer Gewalt anstacheln könnten“. (Sophia Lother)

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