Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf einem Nato-Kongress im Jahr 2019. (Archivbild)
+
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf einem Nato-Kongress im Jahr 2019. (Archivbild)

Recep Tayyip Erdogan

Geert Wilders: Türkei ermittelt gegen niederländischen Rechtspopulisten

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
    schließen

Gegen einen rechten niederländischen Politiker wird eine Untersuchung eingeleitet. Er soll Recep Tayyip Erdogan beleidigt haben.

  • Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat sich über Recep Tayyip Erdogan geäußert.
  • In seinen Tweets bezeichnet er den türkischen Präsidenten als „Terroristen“.
  • Alle News zu Recep Tayyip Erdogan finden Sie auf unserer Themenseite.

Ankara – Türkische Strafverfolger haben eine Untersuchung gegen den niederländischen rechtsorientierten Politiker Geert Wilders eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Wilders soll den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan beleidigt haben. 

Geert Wilders ist für seine antiislamische Haltung und seine Ablehnung gegenüber der Türkei bekannt. Am vergangenen Montag (15.02.2021) nannte Wilders den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf seinem Twitter-Account einen „Terroristen“. Darin bat er den niederländischen Premierminister Mark Rutte eindringlich, den türkischen Botschafter aus den Niederlanden zu verbannen. Gleichzeitig forderte er den Ausschluss der Türkei aus der NATO

Türkei: „Dieser Faschist wäre ein verdammter Nazi gewesen, hätte er im Zweiten Weltkrieg gelebt“

Strafverfolger in Ankara haben nun eine Untersuchung gegen Wilders aufgrund seiner Twitter-Posts eingeleitet. Die Tweets beinhalteten auch Fotografien und geschriebene Beleidigungen gegen Recep Tayyip Erdogan, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet. Wilders Kommentare riefen wütende Reaktionen seitens türksicher Offizieller hervor. 

„Dieser Faschist, der unseren Präsidenten angegriffen hat, wäre ein verdammter Nazi gewesen, wenn er im Zweiten Weltkrieg gelebt hätte. Wenn er hier im Nahen Osten leben würde, wäre er ein Daesh-Mörder“, sagte Omar Celik, ein Sprecher von Erdogans AKP. „Daesh“ ist eine andere Schreibweise für den so genannten „Islamischen Staat“. 

Geert Wilders gegen die Türkei: Nicht die erste Anklage

Gegen Wilders wurde bereits in der Vergangenheit wegen islamfeindlichen Veröffentlichungen Anklage erhoben. 2010 verglich er den Islam mit dem Nationalsozialismus und verlangte ein Verbot des Koran. Er wurde jedoch von allen Anklagepunkten freigesprochen. 

Im Jahr 2014 rief er während einer Rede: „Wollt ihr in dieser Stadt und in den Niederlanden mehr oder weniger Marokkaner?“ Seine Anhänger antworteten daraufhin „Weniger, weniger“, woraufhin Wilders skandierte: „Das werden wir dann regeln!“ Schnell wurden Vergleiche zu Joseph Goebbels berühmter Sportpalast-Rede („Wollt ihr den totalen Krieg?“) laut und Wilders wurde erneut vor Gericht angeklagt. 2016 wurde er dann schuldig gesprochen. Eine Strafe blieb allerdings aus – nach Ansicht des Gerichts solle der Schuldspruch genügen. (Marvin Ziegele)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare