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Erdogan droht mit neuer „Militäroperation“ in Syrien

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Von: Erkan Pehlivan

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Erdogan kündigt erneut eine Militäroperation in Nordsyrien an. Zudem wirft Erdogan den USA vor, Terrororganisationen in dem Land mit Waffen zu unterstützen.

Ankara – Erneut hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einem weiteren Einmarsch in Nordsyrien gedroht. „Wenn unsere Sorgen nicht beseitigt werden, ist eine Militäroperation weiterhin auf unserer Agenda“, sagte Erdogan nach seinem Besuch im Iran.

Das türkische Staatsoberhaupt wünsche sich, dass Russland und der Iran „im Kampf gegen Terrororganisationen auf der Seite von der Türkei sind.

„Terroristen“ aus Syrien sollen Soldaten aus der Türkei töten

Auch sein Außenminister Mevlüt Cavusoglu deutet darauf hin, dass ein weiterer Einmarsch in Nordsyrien wahrscheinlich ist. „Wir haben ehrlich gesagt bei den bisherigen Militäroperationen von niemandem eine Genehmigung eingeholt und werden es auch nicht. Cavusoglu begründete ein solches Vorhaben damit, weil Terrororganisation aus Syrien türkische Soldaten und Polizisten töteten.

Türkei wirft USA Unterstützung von Terrororganisationen vor

Erdogan wirft den USA vor, in Syrien Terrororganisationen zu unterstützen. Bislang habe die US-Regierung Tausende LKW-Ladungen Waffen und Munition an Terrororganisationen in der Gegend geliefert. „Diese Lieferungen halten weiter an“, sagte der türkische Präsident. Der Wunsch der Türkei sei es, dass die USA ihre Truppen östlich des Euphrat abziehen. Dann könnte Washington die Terrororganisationen nicht mehr unterstützen, sagte Erdogan.

Auch der Iran will, dass die USA sich aus Syrien vollständig zurückziehen. „Die USA plündern die Bodenschätze Syriens“, so der iranische Präsident Ebrahim Raisi. Alles ausländische Mächten sollten Syrien verlassen. Raisi warnte auch die Türkei. Eine türkische Militäroperation würde der ganzen Region schaden.

Hunderttausende Flüchtlinge nach Einmarsch von Türkei befürchtet

Erdogan hatte jedoch einen weiteren Einmarsch bereit angekündigt. „Tel Rifaat und Manbidsch sind zu Terrornestern geworden“, hatte Erdogan bei seinem Besuch in Teheran gesagt. Afrin ist seit 2018 durch türkische Truppen besetzt. War die Stadt damals zu über 90 Prozent kurdisch, sind es heute weniger als 30 Prozent. Viele der Kurden waren damals nach Manbidsch und Tel Rifaat geflüchtet. Ein Einmarsch türkischer Truppen in Tel Rifaat und Manbidsch würde weitere hunderttausende Kurden zur Fluckt zwingen, fürchten Menschenrechtsorganisationen. (Erkan Pehlivan)

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