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Der Bürgerkrieg in Libyen dauert weiter an.
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Der Bürgerkrieg in Libyen dauert weiter an.

Türkischer Verteidigungsminister

Türkei droht im Libyen-Konflikt: „Sie werden keinen Platz finden, an dem sie sich verstecken können“

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Der Krieg in Libyen hält weiter an. Nach einer Drohung reist nun der türkische Verteidigungsminister in das Land.

  • Die Spannungen im Bürgerkriegsland Libyen nehmen weiter zu.
  • Erst kürzlich drohte der libysche General Haftar den Streitkräften der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan.
  • Der Verteidigungsminister der Türkei findet deutliche Worte.

Tripolis – Begleitet von einer Delegation ranghoher Armee-Offiziere ist der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar unangekündigt nach Libyen gereist. Akar wolle in dem Bürgerkriegsland die türkischen Einheiten besuchen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag. Vor wenigen Tagen hatte der libysche General Chalifa Haftar seine Kämpfer dazu aufgerufen, die türkischen Streitkräfte aus dem Land zu „vertreiben“.

Türkei unterstützt anerkannte Einheitsregierung in Libyen

„Wir werden deshalb wieder zu den Waffen greifen, um den Frieden mit unseren eigenen Händen zu gestalten“, sagte Haftar. „Da die Türkei den Frieden ablehnt und sich für den Krieg entschieden hat, werden wir uns darauf vorbereiten, den Besatzer durch Glauben, Willen und Waffen hinauszutreiben“.

Der türkische Verteidigungsminister Akar betonte, dass ein „Kriegsverbrecher und Mörder“ wie Haftar als „legitime Ziele betrachtet“ werden. „Wenn sie solch einen Schritt gehen, werden sie keinen Platz finden, an dem sie sich verstecken können“, sagte der Verteidigungsminister der Türkei Informationen des Nachrichtenportals Al Jazeera zufolge.

Türkei droht im Libyen-Konflikt: „Sie werden keinen Platz finden, an dem sie sich verstecken können“

Die Türkei unterstützt im Libyen-Konflikt die von der UNO anerkannte Einheitsregierung in Tripolis. Mithilfe Ankaras war es den Streitkräften der Einheitsregierung gelungen, eine Offensive Haftars zurückzudrängen. Haftar, der weite Teile des Ostens und Südens von Libyen kontrolliert, wird unter anderem von Russland, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt.

Die libyschen Konfliktparteien hatten im Oktober ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Dieses regelt die Einstellung der Kampfhandlungen und die Abhaltung von Wahlen im kommenden Jahr. Anlässlich des 69. Unabhängigkeitstags von Libyen am Donnerstag betonte Haftar jedoch mit Blick auf die Türkei, es werde „während der Präsenz einer Kolonialmacht keinen Frieden in unserem Land geben“.

Haftar: „Die Türkei lehnt einen Frieden ab“

Das türkische Parlament hatte zuvor dafür gestimmt, den Einsatz der türkischen Armee in Libyen um weitere 18 Monate zu verlängern. Der Chef der Einheitsregierung in Tripolis, Fajes al-Sarradsch, rief seine Landsleute anlässlich des Unabhängigkeitstags dazu auf, die Rivalitäten einzustellen, um Stabilität im Land zu ermöglichen. (Marvin Ziegele)

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