Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Inflationsrate in der Türkei liegt bei mehr als 30 Prozent.
+
Die Inflationsrate in der Türkei liegt bei mehr als 30 Prozent.

Teuerungsrate

Türkische Inflationsrate springt auf über 30 Prozent - Erdogan in der Kritik

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
    schließen

Die Menschen in der Türkei merken die Teuerung schon lange. Nun gibt die Statistikbehörde einen deutlichen Anstieg der Inflation bekannt.

Ankara – Wie das türkische Statistikamt am Montag (03.01.2022) in Ankara mitteilte, gerät die Inflation in der Türkei zunehmend außer Kontrolle. So sprang im Dezember die Inflationsrate über die Marke von 30 Prozent und erreicht im Jahresvergleich bei 36,08 Prozent den höchsten Stand seit rund zwei Jahrzehnten. Lebensmittel und Transport verteuerten sich am stärksten.

Analysten hatten mit einer solchen Steigerung nicht gerechnet, sie waren von lediglich 27 Prozent Preisanstieg ausgegangen. Doch seit dem Sommer hat sich die Rate mehr als verdoppelt. Getrieben wurde der Anstieg der Kosten für die Lebenshaltung zuletzt durch die Lebensmittelpreise. Allein von November auf Dezember betrug die Teuerungsrate 13,6 Prozent.

Inflation und Kursverfall der türkischen Lira: Einfuhr von Gütern verteuert

Die Erzeugerpreise in der Türkei legten im Dezember sogar um 79,89 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Preise, die Produzenten für ihre Waren verlangen, dürften mit einiger Verzögerung zumindest teilweise auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Am Devisenmarkt geriet die türkische Lira am Montag (03.01.2022) erneut unter Druck.

Der mit der Inflation einhergehende rasante Kursverfall der türkischen Lira verteuert die Einfuhren von Gütern in das Land. Hinzu kommen vergleichsweise hohe Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt. Das Land steckt auch deshalb in einer wirtschaftlich schwierigen Lage, die sich in hoher Arbeitslosigkeit niederschlägt.

Energiepreise in der Türkei werden deutlich teurer

Zu Jahresbeginn 2022 müssen die Menschen in der Türkei zudem einen deutlichen Anstieg der Energiepreise hinnehmen. Die Strompreise für Haushalte stiegen im neuen Jahr um rund 50 Prozent, die für verbrauchsstarke Unternehmen sogar um mehr als 100 Prozent. Auch die Preise für Gas zogen deutlich an.

Seit Monaten wird die Lage durch die türkische Zentralbank verschlimmert, die unter dem Druck des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan steht und trotz der hohen Inflation den Leitzins immer weiter senkte. Eigentlich stemmen sich Notenbanker mit höheren Leitzinsen gegen eine galoppierende Inflation. Erdogan ist allerdings entgegen der volkswirtschaftlichen Lehre der Ansicht, hohe Zinsen förderten die Inflation.

Erdogan (AKP) wird vom türkischen Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu scharf kritisiert. Das „Wirtschaftsgenie“ im Präsidentenpalast habe alles vermasselt, was es angefasst habe, schrieb er auf Twitter. (ktho/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare