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Recep Tayyip Erdogan
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Recep Tayyip Erdogan während einer Pressekonferenz. Dem türkischen Präsidenten gefallen die Truppenbewegungen in Griechenland überhaupt nicht.

Ägäisches Meer

Erdoğan außer sich: Grund sind Truppenbewegungen der USA in Griechenland

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Griechenland und die USA nähern sich militärisch an. Es finden viele gemeinsame Übungen statt – sehr zum Unmut der Türkei um Recep Tayyip Erdoğan.

Ankara/Alexandroupoli – Ankara schaut ganz genau nach Griechenland: Am Hafen der Stadt Alexandroupoli, unweit der Grenze zur Türkei, beobachtet das Verteidigungsministerium eine Mobilisierung US-amerikanischer Truppen. Das berichtet die Zeitung Hürriyet Daily News unter Berufung auf Ministeriumsangaben.

Die USA hätten die Truppenbewegungen im Rahmen der „Operation Atlantic Resolve“ ausgeführt. Offiziell dient diese zur Bestärkung alliierter Nationen und zur Abschreckung von Russlands im Konflikt mit der Ukraine. Es handelt sich also nicht um einen richtigen Militäreinsatz, betonte die Ministeriums-Quelle.

USA bewegen Truppen in Griechenland – Türkei beobachtet Lage vor eigener Haustür scharf

Demnach rotieren die USA ihre eigenen „Logistik- und Kampfelemente“, die zur „europäischen Sicherheit“ beitragen sollen. Die Truppen werden eine Zeit lang trainiert und kehren dann zurück. In diesem Fall sei es allerdings keine große Ansammlung von Truppen, heißt es.

Erst im November hatten die USA und Griechenland verkündet, militärisch enger zusammenzuarbeiten. Unter dem Abkommen werden sowohl die Zahl als auch Dauer gemeinsamer Truppenübungen zunehmen. Es soll auch den Zusammenhalt zweier Nato-Staaten in einer zunehmend krisengebeutelten Region unter Beweis stellen.

Zwei US-Jäger des Typs F-15E bei einer Übung über dem Ägäischen Meer.

Vor allem in Alexandroupoli, das strategisch günstig am Ägäischen Meer und in der Nähe der Grenzen zur Türkei und Bulgarien liegt, wollen die USA ihre Anlagen ausbauen, um ihre Truppen in dem Gebiet künftig schneller verlegen zu können. Im Rahmen des Abkommens wurden fünfzehn Jäger des Typs F-15E nach Griechenland verlegt. Die Maschinen sollen die Operation Castle Forge unterstützen, die im Schwarzen Meer mit Nato-Bündnispartnern abgehalten wird. Die Türkei hat selber Kampfflugzeuge des Typs F-16 von den USA bestellt, wartet allerdings noch auf eine Antwort.

Konflikt zwischen Türkei und Griechenland: Erdogan gegen Annäherung Washingtons an Athen

Das Abkommen zwischen Griechenland und den USA unterstreiche die geopolitisch wichtige Rolle, die der südosteuropäische Staat im Mittelmeer und auf dem Balkan einnimmt, sagte Andrew Novo vom US-amerikanischen Think Tank „Center for European Policy Analysis“ dem Portal Business Insider. Zwar richte sich das Abkommen nicht gegen ein bestimmtes Land, doch es gebe Griechenland ein gewisses Gefühl von Sicherheit und „Komfort“ im Streit mit der Türkei.

Die Türkei und Griechenland waren im Mittelmeer-Konflikt in den letzten Monaten immer wieder aneinandergeraten, trotz Mitgliedschaft beider Staaten in der Nato. Im Streit geht es vor allem um Gas. Athen entsendete zuletzt Militärschiffe, die Türkei empfand das als „Provokation“. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat wegen der erhöhten Zahl an US-Truppen in Griechenland bereits seinen Unmut geäußert. US-Präsident Joe Biden errichte eine Militärbasis, die „uns und unser Volk stört“, sagte Erdoğan Anfang November. Zuletzt hatte sich die Türkei Russland angenähert und damit bei Nato-Partnern Bedenken ausgelöst. (Lukas Rogalla)

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