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Wirtschaft

Inflation in der Türkei steigt weiter: Präsident Erdoğan mit unorthodoxer Geldpolitik

  • Yannick Wenig
    vonYannick Wenig
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Die wirtschaftlichen Probleme der Türkei werden immer größer. Die Währungskrise hält weiter an. Die Geld-Politik von Präsident Erdoğan wirft jedoch Fragen auf.

Ankara – Die Türkei kommt einfach nicht zur Ruhe. Die Situation für die Menschen im Land bleibt angespannt. Neben der hohen Arbeitslosigkeit, den erneut steigenden Corona-Fallzahlen und dem umstrittenen Austritt aus der Istanbul-Konvention vor wenigen Wochen, spitzen sich auch die Währungsprobleme der türkischen Lira weiter zu. Die Türkei befindet sich wirtschaftlich in Schieflage. Doch die Geld-Politik von Präsident Recep Tayyip Erdoğan scheint nicht zu fruchten.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, steigt die Inflation in der Türkei weiter an. Im März 2021 habe die Inflationsrate laut türkischen Statistikamt bei 16,19 Prozent gelegen. Die Lebenshaltungskosten für die Bevölkerung steigen. Bereits im Februar verzeichnete das Land bei den Verbraucherpreisen im Jahresvergleich einen Anstieg um 15,61 Prozent. Insbesondere Lebensmittel bleiben in der Türkei weiter teuer. Die Preise stiegen im März auf Jahresbasis um 17,44 Prozent.

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, während einer Pressekonferenz.

Inflation in der Türkei: Präsident Erdoğan Erdogan mit unorthodoxer Geldpolitik - Lira im Keller

Diesem Trend wollte der ehemalige Notenbankchef der Türkei, Naci Agbal, mit erheblichen Zinserhöhungen entgegenwirken. Darum erhöhte er den Leitzins überraschend deutlich um 2,0 Prozentpunkte auf 19 Prozent. Eine Handlung, die ihn sein Amt kostete. Denn die Maßnahme stieß auf Gegenwehr des Präsidenten, der als Gegner von hohen Zinsen gilt und die unkonventionelle Ansicht vertritt, dass diese die Inflation weiter in die Höhe treiben. Er will daher die Kredite billig halten.

Kurzerhand wurde Naci Agbal also von Präsident Erdoğan entlassen. Auch der Vize-Notenbankchef der Türkei, Murat Cetinkaya, musste seinen Platz räumen. Die Folge: Der Kurs der türkischen Lira stürzte über Nacht weiter ab. Entsprechend groß ist die Spannung in der Türkei vor der ersten Notenbanksitzung mit dem neuen Vorsitzenden Sahap Kavcioglu, die in der kommenden Woche stattfinden soll. (Yannick Wenig mit dpa)

Rubriklistenbild: © Burhan Ozbilici

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