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Türkei droht Nato-Partner Griechenland und erinnert an historische Niederlage

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Von: Erkan Pehlivan

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Die Spannungen in der Ägäis halten an. Der türkische Verteidigungsminister Akar droht Athen und erinnert an ihre Niederlage gegen die Türken 1922.

Ankara - Zwischen den Nato-Partnern Türkei und Griechenland bleiben die Fronten weiterhin verhärtet. Beide Länder streiten um Inseln in der Ägäis, Erdgasvorkommen im Mittelmeer sowie die Zukunft der geteilten Insel Zypern. Die jüngsten Drohgebärden aus Ankara heizen den Konflikt noch weiter an.

Erdogan droht mit Raketenangriff

Zuletzt hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan Griechenland mit einem Angriff gedroht, sollte Athen „keine Ruhe geben“. Griechenland sei nervös, weil die von der Türkei entwickelte Rakete „Tayfun“ auch Athen treffen könne, sagte Erdogan bei einem Treffen mit Jugendlichen im nordtürkischen Samsun im Dezember. Wenn Griechenland in Bezug auf die Inseln in der Ägäis keine Ruhe gebe, „wenn du versuchst, hier und da (uns) etwas wegzunehmen, dann wird ein Land wie die Türkei natürlich nicht tatenlos zusehen, sondern muss etwas tun.“ Erdogan fordert von Athen die Demilitarisierung mehrerer Inseln. Zudem werfen sich beide Staaten immer wieder vor, mit Kampfflugzeugen in den gegnerischen Luftraum einzudringen.

Griechenland solle sich an Niederlage in der Geschichte erinnern

Jetzt hat sich auch der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar in die Diskussion eingeschaltet und droht dem Nachbarland. Griechenland solle sich an 1919 zurückerinnern, als es versucht hatte, Anatolien zu besetzen. Griechenland hatte den Krieg gegen die türkische Armee 1922 endgültig verloren. Im Anschluss war auch die griechische Bevölkerung aus Izmir vertrieben worden.

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar droht Griechenland.
Präsident Recep Tayyip Erdogan und Verteidigungsminister Hulusi Akar © dpa/Turkish Presidental Press Office

„Wir sagen den Griechen, ´lernt von der Geschichte, begibt euch nicht in Schwierigkeiten, fangt keine neuen Abenteuer (…) an´. Wir werden der Hetze Griechenland nicht nachgeben, ihre vollendeten Tatsachen nicht akzeptieren und unsere Rechte von ihnen nicht mit Füßen zertreten lassen“, sagte Akar bei einem Besuch der Marine. Das türkische Militär würde derzeit alles tun, um die Sicherheit der 85 Millionen Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Derzeit würde die Türkei ihre intensivsten Militäroperationen und Manöver der vergangenen Jahre durchführen, so Akar. (Erkan Pehlivan)

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