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Trumps Shortlist der Vizepräsidentinnen - mit einer neuen Frau in die Wahl 2024?

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Von: Stefan Krieger

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Trumps Kampagne zur Wiederwahl 2024 ist im Winterschlaf. Doch seine Vertrauten streuen jetzt Gerüchte über seine Kandidatur – und mögliche Vizekandidaten.

Washington DC – Donald Trumps mögliche dritte Kandidatur für die Präsidentschaft ist bisher für seine Verhältnisse untypisch ruhig, fast schläfrig verlaufen. Seine Anhänger hoffen jetzt aber, dass die im Umlauf befindlichen Namen für Gegenkandidaten den ehemaligen Präsidenten aus dem Dornröschenschlaf erwecken können.

Trump und sein innerer Kreis jedenfalls haben nach Angaben des Portals Daily Beast ein paar Namen als potenzielle Vizepräsidenten gestreut, deren einzige Gemeinsamkeit eines ist: Es sind alles Frauen.

Vote For Speaker Of The House Stretches Into Fourth Day
Selfie mit Kevin McCarthy: Marjorie Taylor Greene ist eine der Kandidatinnen für eine mögliche Vize-Präsidentschaft unter Donald Trump. © ANNA MONEYMAKER/afp

Bei Trump Kandidatur: Wer sind die möglichen Vizepräsidentinnen ab 2024?

Bislang waren schon Elise Stefanik aus New York und Marjorie Taylor Greene aus Georgia als mögliche Kandidatinnen für das zweithöchste Amt in den USA gehandelt worden. Jetzt wirft Daily Beast unter Berufung auf Insider noch eine dritte Kandidatin in den Ring, die bereits in der Trump-Welt für Aufsehen gesorgt hat: Tulsi Gabbard.

Gabbard, Mitarbeiterin beim Nachrichtenkanal Fox-News und ehemalige demokratische Kongressabgeordnete, soll Trump-Vertrauten zufolge bei ihren Auftritten im Sender aufgefallen sein, als sie für den hochrangigen Moderator Tucker Carlson eingesprungen war.

Während das Gerede über Gabbard alle Merkmale eines typischen Trump‘schen Versuchsballons aufweist, der einige seiner Mitarbeiter sofort verwirrt hat, ist es für langjährigen Tulsi-Anhänger weniger überraschend. Eric Jackman, ein enger Vertrauter von Gabbard, sagte, es sei durchaus denkbar, dass sich unentschlossene Wähler eine Trump-Gabbard-Partnerschaft sehr gut vorstellen könnten.

Kandidat als Vize von Trump: Tulsi Gabbard könnte bei den Jüngeren punkten

Jackman fügte hinzu, dass Gabbards Hintergrund bei vielen jüngeren und unabhängigeren Wählern durchaus Anklang finden würde. Sie würden auf jemanden hoffen, „der aus der 9/11-Generation stammt, im Militär gedient hat und eher zögerlich wäre, einem Oberbefehlshaber den Rat zu geben, in ein anderes Land einzumarschieren oder es zu stürzen“.

„Ich persönlich würde sie gerne an der Spitze der Liste sehen“, sagte Jackman. „Aber meine Erfahrung ist, dass die Leute, die Tulsi Gabbard unterstützen, sehr weit von der Parteipolitik entfernt sind. Sie mögen keine Parteilichkeit, sie mögen es nicht, auf ein Etikett festgelegt zu werden.“

Elise Stefanik: Loyal zu Donald Trump – Kommt sie bei Kandidatur 2024 zum Zug?

Elise Stefaniks Anhänger unterdessen verweisen auf ihre Loyalität zu Donald Trump bei den beiden Amtsenthebungsverfahren, beim Aufstand vom 6. Januar und ihre Unterstützung seiner Kampagne 2024. Sie wiesen darauf hin, dass sie die erste war, die Trump im Wahlkampf für eine erneute Kandidatur 2024 bei den Republikanern des Kongresses zur Seite stand.

Marjorie Taylor Greene: Genau wie Trump – ziehen sie bei einer Kandidatur 2024 an einem Strang?

Ein Informant aus Reihen der Republikaner sagte gegenüber Daily Beast, dass es kein Zufall sei, dass Trump im Moment bei einer Kandidatur 2024 nur Frauen in Betracht ziehe. „Man muss darüber nachdenken, wie man Frauen in den Vorstädten gewinnt und wie man die umkämpften Bezirke für sich gewinnt“, sagte die namentlich nicht genannte Quelle.

Ein anderer Trump-Berater warnte allerdings davor, Marjorie Taylor Greene zu nominieren. Greene könne die Fähigkeit haben, den ehemaligen Präsidenten in den Schatten zu stellen, vor allem, was ihre Fähigkeit angeht, mit der Basis in Kontakt zu treten. Immerhin würde Greene bei den „Make Amrerica Great Again (MAGA)“-Kundgebungen regelmäßig mehr Applaus ernten als jeder andere Redner. Greene wird parteiintern als „Trump in Stöckelschuhen“ bezeichnet, so ein Kongressmitarbeiter gegenüber Daily Beast. „Ihr Stil ist genau wie der von Trump“, bestätigt ein Mitarbeiter aus dem Umfeld des ehemaligen Präsidenten.

Allerdings gehört es nicht unbedingt zu den Anforderungen des Jobs, Donald Trump zu übertrumpfen. „Man braucht kein MAGA - er ist MAGA“, so der Trump-Vertraute. „Sie brauchen jemanden, der loyal ist, jemanden, der Spenden sammeln kann, und jemanden, der Ihnen helfen kann, Swing States zu gewinnen.“ Den Rest solle man am besten Donald Trump überlassen. (Stefan Krieger)

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