1. Startseite
  2. Politik

Trumps Kandidaten scheitern bei den Midterms: Melania soll schuld sein

Erstellt:

Von: Johannes Skiba

Kommentare

Donald Trump hat im Vorfeld der Midterms einige Kandidaten unterstützt. Jedoch solle nur der Erfolg dieser Politiker mit seiner Person in Verbindung gebracht werden, so Trump.

Washington, D.C. – Bei den Midterms in den USA mussten einige von Ex-US-Präsident Donald Trump unterstützte Kandidaten teils deutliche Niederlagen einstecken. Wie die Journalistin Maggie Haberman von der New York Times nun auf Twitter schrieb, zog auch Melania Trump den Ärger des 76-Jährigen auf sich. Besonders die Unterstützung des Kandidaten der Republikaner in Pennsylvania, Mehmet Oz, scheint wohl durch den Einfluss von Trumps Ehefrau entstanden zu sein.

In der Nacht scheiterte Oz im Rennen um den Senat überraschend deutlich gegen den Demokraten und ehemaligen Bürgermeister John Fetterman. Auf Twitter schrieb Haberman: „Trump ist heute Morgen in der Tat wütend, besonders über Mehmet Oz, und beschuldigt alle, die ihm geraten haben, Oz zu unterstützen – einschließlich seiner Frau, deren Entscheidung er, laut nahestehenden Quellen, nicht als ihre beste bezeichnet.“

November 8, 2022, West Palm Beach, Florida, United States of America: President Donald J. Trump and First Lady Melania
Donald Trump und seine Ehefrau Melania. (Archivfoto) © Ben-Ezzer/imago

Midterms: Verluste für von Donald Trump unterstütze Kandidaten

Außerdem berichtet Haberman, dass die schlechten Ergebnisse von Kandidaten, die Trump unterstütze, auch Einfluss auf seine eigenen Präsidentschaftskandidatur haben könnte. Laut der Journalistin wird nun Druck auf Trump ausgeübt die Bekanntgabe seiner Kandidatur als US-Präsident, die für nächste Woche eingeplant gewesen sein soll, zu verschieben. In einem TV-Interview mit dem nachrichtensende News Nation versuchte Trump noch vor Bekanntgabe der Ergebnisse die Mitschuld am möglichen Scheitern seiner unterstützten Kandidaten bei den Midterms von sich zu weisen: „Ich denke, wenn sie gewinnen, sollte ich all den Ruhm ernten und wenn sie verlieren, sollte ich nicht mal im Ansatz beschuldigt werden.“

Neben den gescheiterten Kandidaten scheint auch der mit deutlichem Vorsprung wiedergewählte Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, Trump auf dem Weg zu seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident gefährlich zu werden. Schon zuvor warnte Trump seinen potenziellen Widersacher in den Reihen der Republikaner in einem Interview mit Fox News: „Ich denke, er würde einen Fehler machen, ich denke, die Basis würde es nicht mögen – ich glaube nicht, dass es gut für die Partei wäre.“

US-Politik: Donald Trump vor Bekanntgabe einer erneuten Kandidatur als US-Präsident

Die Midterms haben einen enormen politischen Wert in den USA. Donald Trump begibt sich pünktlich zu diesen wichtigen Wahlen wieder ins Rampenlicht und zieht große Stücke der Aufmerksamkeit auf sich – so, als sei er nie weg gewesen. Dass er Teile seiner Fehler auch seiner Frau Melania Trump zuschiebt, ist hingegen neu. Die offizielle Verkündung seiner Präsidentschaftskandidatur scheint dennoch nur eine Frage der Zeit zu sein. (Johannes Skiba)

Auch interessant

Kommentare