ange bevor Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wurde, war er ein großer Fan von Kremlchef Wladimir Putin.
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Lange bevor Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wurde, war er ein großer Fan von Kremlchef Wladimir Putin.

USA

Trumps guter Draht nach Moskau

US-Senatoren kritisieren Team des US-Präsidenten als „offen für Manipulation“.

Donald Trump hat 2007 in einem Brief an Wladimir Putin seine Bewunderung für den russischen Präsidenten zum Ausdruck gebracht. „Wie Sie wahrscheinlich gehört haben, bin ich ein großer Fan von Ihnen“, schrieb der spätere US-Präsident. Der Anlass war Putins Wahl zur „Person des Jahres“ des Magazins „Time“.

Das Schreiben findet sich in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Geheimdienstausschusses des US-Senats zur russischen Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016. Dort heißt es auch, man habe nicht in Erfahrung bringen können, warum dieser Brief verschickt wurde – und ob es eine Antwort darauf gab.

Bevor Trump 2016 zum Präsidenten gewählt wurde, war er als Immobilienunternehmer jahrelang in Gesprächen über den Bau eines Trump-Hotels in Moskau. Außerdem brachte Trump 2013 den Schönheitswettbewerb „Miss Universe“ nach Moskau. Dazu lud er Putin persönlich „als Ehrengast“ ein. Unter dem gedruckten Text steht mit Filzstift dazugeschrieben: „Die schönsten Frauen der Welt!“

Die Briefe an Putin sind Kuriositäten in einem Bericht, für den Demokraten und Republikaner mehrere Jahre lang die Verwicklungen von Trump mit Russland untersuchten.

Fehlende Kontrolle

Der republikanische Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses des Senats, Marco Rubio, betonte, man habe „absolut keine Beweise“ für eine Zusammenarbeit von Trump oder seinem Wahlkampfteam mit der russischen Regierung gefunden. Der demokratische Vizechef Mark Warner verwies auf „ein atemberaubendes Ausmaß der Kontakte“.

Die Erkenntnisse des Ausschusses decken sich weitgehend mit denen des Sonderermittlers Robert Mueller. In dem am Dienstag veröffentlichten Bericht heißt es unter anderem, nach der Wahl habe Russland „ausgenutzt, dass Mitglieder des Übergangsteams relativ unerfahren (...) waren“. Auch andere Länder sollen versucht haben, Einfluss zu nehmen. Durch das Fehlen ausreichender Kontrollen solcher Interaktionen war Trumps Team „offen für Einflussnahme und Manipulation durch ausländische Geheimdienste, Regierungsbeamte und Geschäftsleute“. (dpa)

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