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Dass seine Hotels und Golfplätze geschlossen sind, stört Donald Trump.

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Trump will wieder Geschäfte machen

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Der US-Präsident hat genug von Restriktionen, die der Wirtschaft schaden – und ihm den Wahlkampf verhageln. Doch er könnte die Rechnung ohne die Gouverneure gemacht haben.

Die Infektionszahlen steigen mit rasantem Tempo. In den nächsten Tagen droht den Krankenhäusern in New York der Kollaps. Doch Donald Trump verbreitet demonstrativ Erfolgsmeldungen. „Wir haben viel gelernt“, erklärte der US-Präsident am Montag gerade so, als sei die Corona-Krise bereits vorüber: „Wenn Sie sich andere Länder anschauen, sind unsere Zahlen beachtlich.“ Tatsächlich nehmen die USA mit mehr als 45 000 Infizierten und rund 600 Toten inzwischen den dritten Platz in der weltweiten Statistik ein.

Doch Trump, der sich stets mit guten Konjukturdaten gebrüstet hat, wird zunehmend unruhig angesichts der wirtschaftlichen Verwüstungen durch die Pandemie. Im ganzen Land sind Läden, Restaurants und Schulen geschlossen. „Wir können nicht zulassen, dass die Heilbehandlung schlimmer ist als das Problem selber“, mahnt der Präsident und kündigt eine Abkehr von den Restriktionen an, die die Ausbreitung des Virus verlangsamen sollen: „Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte.“

Noch hält Trump seine Pläne vage. Doch offensichtlich will das Weiße Haus in der nächsten Woche seine bisherigen Verhaltensrichtlinien deutlich aufweichen, die empfehlen, von zu Hause zu arbeiten, bei jedem Krankheitsgefühl in den eigenen vier Wänden zu bleiben und keine Reisen anzutreten. „Es gibt mehr Autounfälle als die Zahlen, über die wir gerade reden“, argumentiert Trump: „Deswegen verbieten wir auch nicht das Autofahren.“ Er deutet an, dass er das Wirtschaftsleben geographisch begrenzt wiederbeleben und jüngere Beschäftigte zur Rückkehr an den Arbeitsplatz motivieren möchte.

Damit würde sich Trump auf direkten Konfrontationskurs zu renommierten Gesundheitsexperten und vielen Gouverneuren der Bundesstaaten begeben. „Jetzt ist der Zeitpunkt, um Restriktionen zu verschärfen, nicht zu lockern“, sagte der Harvard-Epidemiologe Marc Lipsitch der „Washington Post“: „Wenn wir nachgeben, können wir sicher sein, dass das Gesundheitssystem überrannt wird.“

Auch der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, dringt bei jedem Auftritt auf das „Social Distancing“ als wichtigste Vorsorgemaßnahme. Eigentlich soll der angesehene Immunologe den Präsidenten beraten, doch fällt auf, dass der 79-Jährige immer öfter bei den Unterrichtungen des Weißen Hauses fehlt.

Doch Trump hört ganz offensichtlich lieber auf seine Wirtschaftsberater und rechte Kommentatoren, die vor existenzbedrohenden Auswirkungen der Auflagen für Unternehmen und einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen warnen. Ein solches Szenario könnte politisch seine Wiederwahl gefährden. Zudem hat der Milliardär persönliche Interessen: Seine Hotels und Golfplätze sind geschlossen und fahren derzeit rote Zahlen ein.

Die konkreten Ausgangsbeschränkungen, Schulschließungen und Auflagen für Firmen, die derzeit in 16 Bundesstaaten gelten und rund die Hälfte der US-Gesamtbevölkerung betreffen, sind freilich gar nicht von Washington, sondern von den Gouverneuren angeordnet worden. Unabhängig davon erwägen große US-Fluggesellschaften nach einem Bericht des „Wall Street Journals“, angesichts der um 80 Prozent gefallenen Passagierzahlen freiwillig den Betrieb einzustellen. So ist unklar, welche praktischen Auswirkungen ein Kurswechsel des Weißen Hauses hätte. Im Extremfall könnte Washington die Einzelstaaten freilich mit der Streichung finanzieller Zuwendungen gefügig zu machen versuchen.

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