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Washington: Donald Trump, Präsident der USA, steht während der Verleihung der "Presidential Medal of Freedom" im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Alex Brandon/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Fester Glaube

„Gott persönlich hat Donald Trump auserwählt“ - Aussage des Energieministers irritiert

Donald Trump wurde von Gott persönlich auserwählt und zum Präsidenten der USA gemacht. Das meint jedenfalls der scheidende US-Energieminister Rick Perry.

Höchste Weihe für Donald Trump: Der scheidende US-Energieminister Rick Perry hält den Präsidenten nach eigenen Worten für den von Gott persönlich auserwählten Anführer der Vereinigten Staaten. Auf den Posten komme niemand ohne „Gottes Segen“, sagte Perry in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Fox News. Trump selbst hatte sich im August - allerdings nach späteren eigenen Angaben im Scherz - zum „Auserwählten“ erklärt.

In dem Interview berichtete Perry, ein praktizierender Christ, aus einer Unterhaltung, die er unlängst mit Trump über Glaubensthemen geführt habe. 

Darin habe er Präsident Donald Trump gesagt: „Ich weiß, dass Leute gesagt haben, Sie hätten sich zum Auserwählten erklärt. Und ich sagte: 'Das wurden Sie.' Ich sagte: 'Wenn Sie ein gläubiger Christ sind, verstehen Sie Gottes Plan für die Menschen, die über uns auf diesem Planeten in unserer Regierung herrschen und richten.'“

Donald Trump ist nicht ohne Fehler - wie König David

Allerdings halten nicht einmal Trumps glühendste Anhänger den US-Präsidenten für einen fehlerlosen Menschen. Warum Gottes Wahl dennoch auf den Immobilienmogul gefallen sei, erklärte Perry mit Verweis auf die großen Regenten des Alten Testaments: Gott habe schon immer „unvollkommene“ Menschen auf den Thron gehoben. „König David war nicht perfekt. Saul war nicht perfekt. Salomo war nicht perfekt“, sagte Perry. Die göttliche Vorsehung habe sogar für den bei US-Republikanern verhassten demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama gegolten.

Donald Trump sieht sich als auserwählt an

Trump selbst hatte sich bereits im August im Garten des Weißen Hauses vor Reportern zum Erlöser erklärt. Es ging um den den Handelskonflikt mit China. „Das ist nicht mein Handelskrieg“, sagte Trump. „Das ist ein Handelskrieg, der schon lange von anderen Präsidenten hätte geführt werden müssen. Jemand musste es machen.“ Dann blickte der Präsident mit ausgebreiteten Armen hinauf zum Himmel und sagte: „Ich bin der Auserwählte.“

Rick Perry, Trump-Fan.

Zwei Tage später beteuerte er in einem Tweet, dass es sich dabei um eine „sarkastische“ Bemerkung gehandelt habe. Allerdings genießt Trump trotz seines nicht gerade frommen Lebensstils breiten Rückhalt unter konservativ-evangelikalen Gruppierungen in den USA. (afp)

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