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Ivanka Trump und Jared Kushner distanzieren sich von Donald Trump

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Von: Daniel Dillmann

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Donald Trump hat trotz der Pleite bei den Midterms noch große Ziele. Seine Tochter und sein Schwiegersohn stehen dafür aber nicht mehr zur Verfügung.

Washington, D.C. - Noch immer laufen die Auszählungen der Midterms in den USA. In manchen Bundesstaaten soll noch bis Montag (14.11.) gezählt werden. Doch auch ohne endgültiges Ergebnis steht fest: Die diesjährigen Zwischenwahlen waren für die Republikaner eine herbe Niederlage. Das gilt nicht nur, aber vor allem für Donald Trump.

Denn zahlreiche der Kandidaten, die der Ex-Präsident im Wahlkampf unterstützt hatte, wurden bei den Midterms von der Wählerschaft abgestraft. Mehmet Oz unterlag in Pennsylvania deutlich dem Demokraten John Fetterman. Auch Herschel Walker landete in Georgia hinter Raphael Warnock. Laut einer Zählung von ABC News sollen 14 Kandidatinnen und Kandidaten, die Donald Trump direkt unterstützt hatte, ihr Wahlziel verfehlt haben, was ihn wiederum habe „schäumen“ lassen.

Ivanka Trump und Jared Kushner: Keine Lust aufs Weiße Haus

Unabhängig von den schlechten Ergebnissen bei den Midterms plant Donald Trump aber offensichtlich weiterhin eine „große Ankündigung“. Die hatte er einen Tag vor den Midterms für den 15. November versprochen. Allgemein erwartet wird, dass Trump dann seine Präsidentschaftskandidatur für die US-Wahl 2024 bekannt gibt. Zahlreiche Protagonistinnen und Protagonisten der Republikaner, die sich gerade selbst zu zerfleischen scheinen, hatten Trump in den vergangenen Tagen angefleht, darauf zu verzichten, um die Chancen Walkers bei einer anstehenden Stichwahl in Georgia am 6. Dezember nicht zu gefährden.

Sollte Donald Trump die Warnungen aus den eigenen Reihen in den Wind schlagen, muss er bei einer erneuten Kandidatur aber auf einen Teil der familiären Unterstützung verzichten. Laut eines Berichts von CNN wollen weder Donalds Tochter Ivanka Trump noch ihr Ehemann Jared Kushner mit einer erneuten Trump-Kandidatur etwas zu tun haben. Das Ehepaar habe aktuell „keinerlei Interesse an irgendetwas, das mit Washington oder dem Weißen Haus zu tun hat“.

Ivanka Trump und Jared Kushner: Rückzug nach Wahlniederlage

Ivanka Trump und Jared Kushner waren Donald Trump nach seinem Sieg bei der US-Wahl 2016 nach Washington, D. C., gefolgt. Beide erhielten einflussreiche Jobs als Beraterin und Berater des Präsidenten. Der Familie Trump brachte dies den Vorwurf des Nepotismus ein. Während Ivanka sich in ihrer Zeit im Weißen Haus als Kämpferin für die Rechte von Frauen inszenierte, hatte Jared Kushner ein Aufgabengebiet, das gut und gerne für 20 Amtszeiten gereicht hätte: Er sollte unter anderem die Versorgung der Veteranen der US-Armee regeln, dem Nahen Osten Frieden bringen und die Opioid-Krise in den USA beenden.

Ivanka Trump (m.) und Jared Kushner (l.) distanzieren sich von Donald Trump, ganz im Gegensatz zu Donald Trump Jr. (r.).
Ivanka Trump (m.) und Jared Kushner (l.) distanzieren sich von Donald Trump, ganz im Gegensatz zu Donald Trump Jr. (r.). © IMAGO/Ondrej Deml

Nach Donald Trumps Niederlage 2020 zogen sich Ivanka Trump und Jared Kushner zunächst vollends aus der Öffentlichkeit zurück. Es blieb bis heute ruhig um das Ehepaar, das mittlerweile nicht mehr in der Hauptstadt, sondern in Palm Beach (Florida) wohnt - unweit von Mar-a-Lago, Wohnsitz Donald Trumps. Ivanka Trump veröffentlicht gelegentlich noch das ein oder andere Urlaubsfoto auf Instagram, doch mit Politik scheinen beide abgeschlossen zu haben. Auch während der Midterms blieben sie der Öffentlichkeit fern, ganz anders zum Beispiel als Ivankas Brüder Donald Trump Jr. und Eric Trump, die beide sehr aktiv im Wahlkampf für die Kandidaten Trumps waren.

Laut Kate Bennet, Journalistin bei CNN, gibt es dafür einen klaren Grund: Die Familie sei in politischen Fragen mittlerweile „zerstritten“. Trumps „Besessenheit“, was die Rückkehr ins Weiße Haus angeht, würde von seinen Söhnen geteilt, von Ivanka Trump und Jared Kushner aber abgelehnt werden. (Daniel Dillmann)

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