Donald Trump

Fragwürdige Aussagen im Video: Donald Trump mit Stimmungsmache zu Corona

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Donald Trump versucht es mit allen Mitteln: Wie auf einem Video zu sehen ist. Die Aussagen des US-Präsidenten zu Corona-Tests in den USA bleiben fragwürdig.

  • US-Präsident Donald Trump hat seine Briefings zum Coronvirus und der Situation in den USA wieder aufgenommen.
  • Ein Video von Trump geht viral, das seine fragwürdige Rhetorik offen legt.
  • Durch einen Trick versucht Donald Trump, Fakten zu schaffen und Stimmung zu machen.

Washington - Donald Trump hat seine regelmäßigen Corona-Pressekonferenzen wieder aufgenommen. Und erneut sorgen die Reden des US-Präsidenten für Ärger. Jetzt geht ein Video in den USA viral, das zeigt, wie Trump das Coronavirus in den USA dreist nutzt, um für die US-Präsidentschaftswahlen im November Stimmung zu machen. Wie bereits so oft, nennt er keine Fakten, sondern setzt auf rhetorische Tricks. Einer davon: Ständige Wiederholungen, die Wahrheiten schaffen sollen.

USA - Donald Trumps Corona-Briefings: Video geht viral

In dem Video sind die immer gleichen Sätze aus verschiedenen Pressekonferenzen, die Trump zum Coronavirus gegeben hat, aneinander geschnitten:

Donald Trump: So will Trump durch dreiste Wiederholungen Pseudo-Fakten schaffen

Thema von Donald Trumps Reden sind unter anderem die Corona-Tests, die angeblich in den USA bereits gemacht worden sind: Seine Behauptungen zu Corona-Tests in den USA halten einem Fakten-Check allerdings nicht stand, wie auch die BBC und CNN berichten.

So haben die USA zwar ihre Testkapazitäten hochgefahren, allerdings liegen die Testungen pro Kopf immer noch stark hinter anderen Ländern zurück, wie ebenfalls die BBC berichtet.

Zur Person:

Name:Donald Trump
Geburtsdatum14. Juni 1946 (74 Jahre)
EhepartnerinMelania Trump
KinderIvanka Trump, Barron Trump, Donald Trump Jr., Tiffany Trump, Eric Trump

Es ist bei weitem nicht die erste Verdrehung von Fakten: So wiederholte Donald Trump mehrfach und immer wieder, dass das Virus verschwinden werde. Ganze 24 Mal listet die Washington Post auf, wie Trump seine Behauptung zwischen Februar und August wiederholt und dafür immer eine andere Zukunftsprognose stellt. Erst am 5. August sagte Trump, dass das Virus „jetzt“ verschwinden werde.

Donald Trump sorgt durch seine Reden immer wieder für Entrüstung. (Symbolbild)

USA: Rhetorik-Tricks von Donald Trump - Wiederholungen, die sich ins Gedächtnis einbrennen

Der Trick bei den Wiederholungen Trumps: Es wurde nachgewiesen, dass sich ständige Wiederholungen in das Wählergedächtnis einbrennen und sogar noch Jahre später vom Wähler erinnert werden, wie auch das Handelsblatt berichtet. „Es werden alle Ideen, die da proklamiert werden, in mehreren Wiederholungsschleifen vorgetragen. Das ist natürlich eine raffinierte Strategie, um dafür zu sorgen, dass sich die Zuhörerinnen und Zuhörer den Punkt tatsächlich merken“, erklärte Olaf Kramer, Professor für Rhetorik und Wissenskommunikation an der Universität Tübingen im Handelsblatt. Reizworte und provokative Phrasen sollen so verstärkt werden und sich besser im Gedächtnis festsetzen, wie auch die FAZ berichtet. In einem Enthüllungsbuch gibt der ehemalige Anwalt von Trump vernichtende Details über den Präsidenten preis. (Von Delia Friess)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik / dpa

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