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Die Medaille des Friedensnobelpreises, die 1902 von dem norwegischen Künstler Gustav Vigeland enworfen wurde. Ob Donald Trump sie je in Händen halten wird? Fraglich.

Friedensnobelpreis

Trump-Nominierung könnte gefälscht sein

Der US-Bürger, der Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat, soll seine Identität gefälscht haben. Die norwegische Polizei ermittelt.

Die Nominierung von US-Präsident Donald Trump für den diesjährigen Friedensnobelpreis ist vermutlich hinfällig. Es gebe Hinweise darauf, dass der Vorschlag gefälscht wurde, sagte der Chef des Nobel-Instituts, Olav Njölstad, am Mittwoch. Die norwegische Polizei habe Ermittlungen aufgenommen.

Das Friedensforschungsinstitut Prio hatte Anfang Februar mitgeteilt, dass Trump wie bereits im Vorjahr wegen seiner „Ideologie des Friedens durch Stärke“ für den Nobelpreis nominiert worden sei. Der Vorschlag wurde demnach von einem US-Bürger eingereicht. Vermutet wird nun allerdings, dass dieser das Nobel-Institut mit gefälschten Angaben zu seiner Identität getäuscht hat.

Wer Friedensnobelpreisträger nominieren darf

Insgesamt sind in diesem Jahr nach Angaben der Organisatoren in Oslo 329 gültige Nominierungen für den Friedensnobelpreis eingegangen. Vorschlagsberechtigt sind Parlamentarier, Minister, Richter an internationalen Gerichten, Professoren aus bestimmten Fachbereichen sowie frühere Preisträger und die Mitglieder des Nobelkomitees. Der Gewinner wird Anfang Oktober bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr war die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) ausgezeichnet worden.

Zu den diesjährigen Favoriten zählen laut Prio der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die Jesidin Nadia Murad, die sich beide gegen sexuelle Gewalt engagieren. Weitere Kandidaten sind Medienberichten zufolge Papst Franziskus, Frankreichs Ex-Präsident Jacques Chirac, die syrischen Weißhelme, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und die regierungskritische russische Zeitung „Nowaja Gaseta“. (afp)

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